Sonntag, 24. Juni 2007

Sendung am 25. Juni um 18:00 !!

Unsere Sendung am 26. Juni wird wieder pickepacke voll mit schönen Sachen.

Wir stellen Euch den Film "Prinzessinnenbad" vor, der am Donnerstag anläuft. Dann kommen die richtig harten Jungs aus der Musikredaktion zu uns und stellen Ihre Sendung vor: Hartwurstkult - die Metal-Sendung im Hochschulradio. Außerdem finden die Footbag Meisterschaften hier in Aachen statt - auch bekannt als Hacky Sack. Da wird Sport mit Musik gepaart. Und die Burg Wilhelmstein startet eine Veranstaltungsreihe - dazu werden wir auch einen Studiogast haben.

Und dann schüren wir schon mal die Vorfreude auf das Hochschulradio Aachen Kopfkino, das am Mittwoch in der Raststätte statt finden wird.

Und wie immer: Platte der Woche

Es wird auch einiges zu gewinnen geben!

Donnerstag, 21. Juni 2007

Zugabe 18.06.2007

Ihr würdet euch gern zu heißen Rhythmen bewegen, könnt es aber nicht? Dann besucht doch einfach einen kostenlosen einstündigen Salsakurs, mit anschließender Salsaparty. Montag, 18.6., ab 21Uhr Im Theatro Elysee.


Zwei Jahre ist sie schon alt, die Bigband der RWTH Aachen, DAS musikalische Aushängeschild der Hochschule schlechthin. Und wie jedes Jahr gibt’s auch dieses Jahr ein großes Konzert. Das Programm der Band umfasst sämtliche Facetten der Bigbandliteratur, von bekannten Swingklassikern bis hin zu zeitgenössischen Funkarrangements. Unter der Leitung von Martin Baier tritt als besonderes Highlight die Sängerin Alexandra Jansen als Solistin auf! Eintritt: 6,--, ermäßigt 4,--,Dienstag um 20:30 im Jakobshof.


»Ein Traum, was sonst.« Prinz Friedrich von Homburg hat sich dem ausdrücklichen Befehl des Kurfürsten widersetzt, in der Schlacht bei Fehrbellin nicht eigenmächtig anzugreifen. Obwohl er durch sein Handeln die Schlacht gewonnen hat, wird ihm der Prozess gemacht, und er wird zum Tode verurteilt. Erst als der Kurfürst seine Offiziere befragt und diese sich für den Prinzen aussprechen, wird er begnadigt. Doch Homburg erfährt nichts davon und ist überzeugt, dass seine Hinrichtung bevorsteht. Mit verbundenen Augen erwartet er die Kugel. Doch ihm wird der Lorbeerkranz aufgesetzt. War alles nur ein Traum? Das erfahrt ihr am Mittwoch um 20 Uhr im Theater Aachen.


Gitarre, Geige, Melodika und Cembalo, eine Marionette, eine Windmaschine, einige Walnüsse und einen Scheinwerfer. Mehr brauchen der Theatermusiker Anton Berman, die Puppenspielerin Julia Brettschneider und der Schauspieler Matthias Bernhold nicht. Sie wollen bei ihren Igras (das ist russ. Für Spiel) die Zuschauer auf eine faszinierende Reise mitnehmen. Eine Expedition, die immer weiter in ungeahnte Weiten abstrus komischer Phantasie vorstößt. Donnerstag um 21 Uhr im Mörgens.


Den Mitsommernachtstraum könnt ihr am Freitag bei einem Megaaufguss um Mitternacht erleben im Saunadorf Roetgen-Therme. Das ist Eventsauna vom feinsten: Cocktails und Aufgussfreude sorgen für einen traumhaften Abend. Ihr seid keine Sauna-Profis? Kein Problem: Durch seine regelmäßigen Pausen, in denen Fruchtsäfte und kleine Überraschungen serviert werden, ist der Aufguss selbst für Anfänger bekömmlich. Danach könnt ihr den Abend gemütlich an der Bar mit frisch gemixten Cocktails ausklingen lassen, bevor ihr dann erholt, entspannt, mit samtigweicher Haut und wohliger Gelassenheit um 1.30 Uhr den Weg nach Hause antreten könnt. Schüler, Azubi´s und Studenten können den Freitagabend bereits ab 19:00 Uhr für nur 12,40 € genießen im Saunadorf Roetgen-Therme.



Montag, 18. Juni 2007

Sendung vom 18.06.07

Bücher:

Marina Litwinenko und Alex Goldfarb: Tod eines Dissedenten. Warum Alexander Litwinenko sterben musste

Es ist eine sehr persönliche Geschichte über das Leben und den Tod eines Mannes, der einst voller Verehrung für den Kreml war und später das Regime bekämpfte. Es ist ein Buch über weitreichende politische Verflechtungen. Marina Litwinenko und Alex Goldfarb gewähren einen Einblick in Moskauer Politintrigen und vermitteln, in welcher Gefahr sich russische Dissidenten auf der ganzen Welt befinden. Marina Litwinenko glaubt, dass das Regime Putin hinter dem Mord steckt, der frühere Geheimdienstmann und Unternehmer Andrei Lugowoi soll ihrem Mann im Auftrag des Kremls das Gift verabreicht haben.

Spannend und berührend.

Marina Litwinenko und Alex Goldfarb: Tod eines Dissedenten. Warum Alexander Litwinenko sterben musste, erschienen bei Hoffmann und Campe, 280 seiten, 19,95

  • Gebundene Ausgabe: 280 Seiten

  • Verlag: Hoffmann und Campe (Juni 2007)

  • Sprache: Deutsch

  • ISBN-10: 3455500455

  • ISBN-13: 978-3455500455



Saul Friedländer hat den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2007 bekommen.

Saul Friedländer ist israelischer Historiker und wurde geehrt für die Beschreibung der Verfolgung und Ermordung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. 1932 wurde er als Pavel Friedländer in Prag als Sohn deutschsprachiger jüdischer Eltern geboren. Er überlebte den Krieg und die Verfolgung in Frankreich unter anderem Namen in einem katholischen Internat, seine Eltern verschwanden in Auschwitz. Zu seinen wichtigsten Werken gehört die außerordentlich erfolgreiche zweibändige Geschichte „Das Dritte Reich und die Juden“. Professuren für Geschichtswissenschaft bekleidete er an der Universität Tel Aviv und an der University of California, Los Angeles.

Also: wer sich mal mit dem Werk von Friedländer auseinander setzen möchte:

Das dritte Reich und die Juden von Saul Friedländer in zwei Bänden, erschiendne im C.H. Beck Verlag, insgesamt über 1300 Seiten

Das Dritte Reich und die Juden, Bd.1, Die Jahre der Verfolgung 1933-1939 (Gebundene Ausgabe)

  • Gebundene Ausgabe: 458 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 2., durchges. A. (Dez. 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406448712
  • ISBN-13: 978-3406448713
Das Dritte Reich und die Juden 2. Die Jahre der Vernichtung 1939 - 1945 (Gebundene Ausgabe)

  • Gebundene Ausgabe: 864 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 2., Aufl. (September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406549667
  • ISBN-13: 978-3406549663
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"Kennen Sie nicht QQ? Das steht für "quiet quality" - stille Güte. Ein neues Schlagwort aus den USA für alles, was nicht schreit und spritzt." So hieß es schon im letzten Buch von Max Goldt. Jetzt ist diese Haltung auch zu uns geschwappt und der Titanic-Kolumnist Max Goldt ihr würdigster Vertreter.

Mehr sagen wir nicht – Max Goldt muss man einfach selbst entdecken


Max Goldt: QQ, erschienen im Rowohlt Verlag, 155 Seiten, 17,90

  • Gebundene Ausgabe: 155 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Berlin (März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871345814
  • ISBN-13: 978-3871345814




Und noch ein Preisträger: Martin Mosebach erhält den Büchnerpreis. Einer der bedeutendsten deutschen Literaturpreise. Mosebach ist einer der intelligentesten, einfallsreichsten und sprachmächtigsten Dichter der Gegenwart. Er setzt sich intensiv mit der Moderne und der historisch-ästhetischen Wahrnehmung der Welt auseinander.

Sein neuestes Werk „Das Mädchen und der Mond“, wird in Kürze bei Hanser erscheinen.


Wer so lange nicht warten will, kann mal in ein älteres Werk rein schnuppern. Eine Lange Nacht

erschienen im Aufbau-Verlag, 575 Seiten, Die letzten Exemplare gibt es für 7,90


  • Gebundene Ausgabe: 575 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag (Oktober 2000)
  • ISBN-10: 3351028954
  • ISBN-13: 978-3351028954

Donnerstag, 14. Juni 2007

Vorschau 28.06.

Im nächsten Kulturschock werden wir Euch "Emma6" vorstellen, eine aufstrebende Band aus Aachen. Musikalisch wird sich des Weiteren unsere Hirnströmesendung vorstellen und wir werden ein wenig über Psychedelic Music, Drogen und die guten alten 70er plaudern. Marijke und ich waren bei der Eröffnung der Aachener DJ Academy und natürlich gibt es wie jede Woche die Platte der Woche. Wir freuen uns! Montag um 18:30

Mittwoch, 13. Juni 2007

Premierensendung am 11.06.07

Actor's Nausea (Theatertruppe des Instituts für Anglistik) bringt sein inzwischen zehntes Stück auf die Bühne des "space" im Ludwig Forum."Murder by Death" (dt. Eine Leiche zum Dessert). Premiere ist am Donnerstag, den 14. Juni 2007, Beginn ist 20:00 Uhr, Einlass um 19:30.


Karten kosten 4 (Schüler und Studenten) bzw. 6 Euro (Normal) und die gibt es in der Bibliothek des Anglistischen Institutes dienstags, mittwochs und freitags oder unter actorsnausea@gmx.net

Hier geht's zur Homepage der Truppe

Achtung! Ihr könnt pro Vorstellung 2 Karten gewinnen. (Termine: Do. 14.06., Di. 19.06., Mi. 20.06., Do. 21.06.)

Die Gewinnfrage: Welcher berühmte Autor hatte in dem gleichnamigen Film "Eine Leiche zum Dessert" seinen einzigen schauspielerischen Auftritt?

Schreibt eine mail an studio@hochschulradio-aachen.de (mit vollständigem Namen und der Angabe des Tages, an dem Ihr in das Stück gehen wollt)

Viel Glück! Judith und Marijke
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Kulturtipps:

Aus der Tiefe des Raumes - Eine Schau zur Perspektive in Bild und Wahrnehmung, so heißt eine Ausstellung im Suermondt Ludwig Museum. Da wird eine Auswahl von Gemälden gezeigt, die historische Lösungen des Problems der Raumerzeugung im Bild aufzeigen. Der Besucher wird zu eigenem, neuen Sehen aktiviert. Prof. Rainer Plum, der FH Aachen, zeigt u.a. einen begehbaren \\'\\'Ames-Room\\'\\', der die Tücken im Grenzbereich zwischen Wahrnehmung und Realität von Räumlichkeit veranschaulicht.

Kennt ihr den Anblick eines auffliegenden Vogelschwarms oder die Atmosphäre in einem Wald alter hochstämmiger Bäume? Wisst ihr, wie sich ein Frühlingstag anfühlt, wenn alles sich zum Lieben ausstreckt, wie leicht ein Schmetterling flattert und wie leidenschaftlich ein Tanz sein kann?Kennt ihr es, wenn euch eine Melodie, die aus dem Nichts zu kommen scheint, zur Ruhe kommen lässt und euch friedlich macht?Dann wird euch die Musik der Band Feuerlicht berühren. Die spielt poetische, dramatische, humorvolle, meditative und romantische Musik zwischen Klassik und Jazz. Dienstag abend, 20 Uhr in der Klangbrücke.

Der kretische König Idomeneo ist auf der Rückkehr aus dem trojanischen Krieg in einen Sturm geraten. Um sein Leben zu retten, schwört er dem zürnenden Meeresgott Neptun, ihm den ersten Menschen zu opfern, der ihm auf Kreta begegnet: Es ist sein eigener Sohn. Wie die Geschichte weitergeht könnt ihr am Mittwoch erfahren. Ideomeo um 19:30 Uhr im Theater Aachen.

Katharina Hacker liest aus ihrem Roman „Die Habenichtse“ . Der erhielt den Deutschen Buchpreis 2006. Es geht um folgendes: Isabelle und Jakob treffen sich am 11. September 2001 nach Jahren auf einer Party in Berlin wieder. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen die Chance, nach London zu ziehen, wo Jakob eine Stelle in einer Anwaltskanzlei antritt, die eigentlich für einen Kollegen vorgesehen war, der bei den Anschlägen auf das World Trade Center umgekommen ist. Isabelle genießt, in den spannungsreichen Wochen vor Ausbruch des Kriegs im Irak ihr Londoner Leben. Die beiden haben alles, was ein junges, erfolgreiches Paar braucht – und stehen doch mit leeren Händen da. Sehnsüchtig und ratlos sehen sie zu, wie ihr Leben aus den Fugen gerät. Katharina Hacker erzählt von jenen Mittdreißigern, die alle Möglichkeiten und Handlungsfreiheiten haben, sich selbst und die Menschen in ihrer Umgebung aber nicht vor Unheil bewahren können. Die Lesung ist am Mittwoch um 20 Uhr im Forum M der Mayerschen Buchhandlung. Der Eintritt kostet 10, Euro, Schüler & Studenten zahlen 7 Euro.

Süße Zukunftsmusik, Ketten sprengende Aufbruchssongs und die besten Urlaubshits lassen das Mörgens am Donnerstag seinen Grundmauern erbeben. Mit dabei: die säuselnden Herren und röhrende nDamen des Sänger- und Schauspielensembles des Theater Aachen. Instant Music heißt das ganze, wird schnell gemacht, gilt nur für den Moment und wirkt sofort. Donnerstag um 21 uhr im Mörgens.
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Buch-Neuerscheinungen

Nie wieder achtzig!
So heißt das neu erschienene Buch von dem großartigen Kabarettisten Dieter Hildebrandt.

Angriffslustig, nachdenklich und hoch komisch!
Das neue Buch zeigt den großen Satiriker in Höchstform. Hildebrandt kommt vom Hundertsten ins Tausendste, er verknüpft die Politik mit der Kunst, das Persönliche mit dem Nationalen. Er ist angriffslustig, wo es Not tut, nachdenklich, wo es angebracht ist, und komisch, wenn es ihm gefällt. Gammelfleisch, Gesundheitsreform, Papst Razzi, WM: zu kommentieren gibt es ja genug.

Gewürzt wird das Ganze mit Karikaturen von Dieter Hanitzsch.

Nie wieder achtzig von Dieter Hildebrandt, erschienen im Blessing Verlag, 256 Seiten, 19,95

ISBN: 3-89667-331-9
Blessing
Erscheinungsdatum: 4/2007
Medium: Hardcover


Vermiss mein nicht
von Cecelia Ahern

“Man kann die Dinge nicht für immer bewahren, egal, wie gut man sie festhält”. Sandy Shortt, eine gestandene junge Frau mit eigener Suchagentur, ist besessen von der Suche nach Verschwundenem, egal ob Menschen oder Sachen. Bei einem ihrer Fälle verschwindet sie selbst, in eine „Zwischenwelt“, eine Parallelwelt, oder ist sie einfach nur auf einen falschen Weg geraten? Hier taucht man ein in eine verzauberte Geschichte, voller Magie und Faszination.
Vermiss mein nicht von Cecilia Ahern, erschienen bei Krüger, 425 Seiten, 16,90
Gebundene Ausgabe: 425 Seiten
Verlag: Krüger, Frankfurt; Auflage: 1 (27. April 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3810501433
ISBN-13: 978-3810501431


Blind
von Joe Hill übersetzt von Wolfgang Müller

Joe Hill ist der Sohn von Stephen King – und er bleibt seinem Vater und dem Genre treu. Blind ist ein Schauermärchen der Extraklasse, und natürlich sehr blutig mit Fortschreiten der Geschichte.

Der alternde Rockstar Judas Coyne ersteigert über das Internet einen Geist. Doch aus dem Gag wird schnell bitterer Ernst, denn der Geist entpuppt sich als überaus real und extrem rachsüchtig. Judas denkt nicht daran, sich kampflos zu ergeben, und zwingt den Geist, ihm auf einem Roadtripp quer durch Amerika zu folgen. Dezent platziert der Autor die Horroranteile, im Zentrum des Roman steht die Reise von Judas zu seinem wahren Ich.

Blind (Originaltitel: Heart-Shaped Box) von Joe Hill, erschienen im Heyne Verlag, 432 Seiten, 19,95


Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Heyne (Februar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453265467
ISBN-13: 978-3453265462


Und für alle, die lieber lauschen als selbst zu lesen.
Das Hörbuch: Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch
von Marina Lewycka
Der 84-jährige Nikolaj hat sich verliebt. In Valentina. Ein ukrainisches, blondes Busenwunder. Tochter Nadia ist entgeistert, denn ihr ist schnell klar, dass die Schönheit nur an einer Aufenthaltsgenehmigung interessiert ist. Nadia informiert ihre Schwester Vera, mit der sie seit Jahren zerstritten ist, und plötzlich sind die beiden einer Meinung: Vater muss gerettet werden. Doch der schreibt derweil an einer "Geschichte des Traktors" und bleibt uneinsichtig und schwer verliebt. Regisseur Oliver Sturm gelingt es, mit den Stimmen von u .a. Traugott Buhre und Lena Stolze die Leichtigkeit und zugleich das Tragikomische einzufangen. Ein witziges und anrührendes Familienportrait mit versteckter Gesellschaftssatire.

Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch, Hörbuch, 1 CD, Laufzeit ca. 60 Minuten, erschienen beim Deutschen Hörverlag, 14,95
Hörspiel Sprecher: Elisabeth Trissenaar, Lena Stolze, Traugott Buhre und Jeanette Spassova

ISBN-10: 3867170770
ISBN-13: 978-3867170772

Dienstag, 12. Juni 2007

Wortsalat Deluxe


Montag, 11. Juni 2007

testcard #16

Die neue Testcard setzt sich provokativ zwischen die Stühle und wiedereröffnet geschlossen geglaubte Diskurse

»Der Mann legt los. Er nimmt einen kleinen Plastikbeutel zur Hand und verpasst sich damit einen Einlauf, den er vorher aus Blut, Milch und Urin zusammengemixt hat. Er furzt diesen Einlauf wieder aus, er spritzt den rauen, dreckigen Betonboden damit voll, einige Zuschauer kriegen ein paar Spritzer ab. Der kleine Mann leckt die Mixtur vom Boden auf.«

Das geht noch einige Zeit so weiter und schildert eine Kunstaktion der Aktionsgruppe Coum Transmissions, deren Mitglieder wenig später die epochemachende Band Throbbing Gristle gründen werden. Selten lässt sich die Entstehung eines ganzen Musikgenres so strikt an eine Band binden wie Industrial an Throbbing Gristle gebunden war und ist. Dabei wollte das Quartett gar keine Musik machen und erst recht distanzierte man sich von dem, was ihre Epigonen später unter Industrial verstanden. Bei der Gründung wurde beschlossen, dass ein jeder das Instrument spielen soll, das ihm am wenigsten liegt. Damit gingen TG also noch einen gehörigen Schritt weiter als das DIY-Jeder-kann-alles-machen-Prinzip des Punk: Nicht mal drei Akkorde sind nötig um Entsetzen auszulösen.

Florian Sievers Geschichte von Throbbing Gristle, die nach ihrer Reunion dieses Jahr ihr erstes reguläres Album seit 27 Jahren veröffentlichen werden, ist in der neuen Ausgabe »Extremismus« des Magazins testcard nachzulesen. Die testcard erscheint seit nunmehr 12 Jahren im Mainzer Off-Verlag Ventil und beschäftigt sich, jeweils unter einem Schwerpunktthema stehend, zweimal jährlich mit den Auswüchsen der »Kulturindustrie« (das adorno’sche Lieblingswort der Herausgeber und Autoren) in Deutschland und anderswo. Aus einer dezidiert linken, ab und an akademischen Position heraus werden dort mit schöner Zuverlässigkeit untergründige Politik mit den Oberflächenwelten des Pop verschränkt und geschaut, was dabei heraus kommt, wenn man im Jahre 2 nach Schröder Kultur auch weiterhin nicht im sozialdemokratischen Sinne versteht, dabei das Scheitern von popkulturellen Subversionsstrategien dennoch unübersehbar ist.

Die aktuelle Ausgabe (Editorial und Inhaltsverzeichnis) könnte zu keiner besseren Zeit erscheinen. Die unter dem Deckmantel der Terrorismus- und Extremismus-Bekämpfung stattfindenden weltweiten Beschränkungen von Bürgerrechten, der vorauseilende Gehorsam von Kulturschaffenden wie bei den vorzeitig abgesetzten Idomeneo-Aufführungen, die wiedererwachten Geister der RAF, über all dem steht damoklesschwertgleich drohend der Begriff des Extremismus. Was dabei kaum gefragt wird: Was ist Extremismus? Wo ist er gesellschaftlich und kulturell einzuordnen? Und: Warum ist der Begriff des Extremismus (ebenso wie der der Radikalität) auf einmal tatsächlich nur noch negativ konnotiert?

Martin Büsser zeigt in seinem Text über die »Verwurzelung ›extremer‹ Musik in der bürgerlichen Kultur« auf, dass das Prinzip des Extremistischen keineswegs nur als Bollwerk des Bösen verstanden werden sollte, sondern vielmehr historisch auch als Katalysator von kulturellen (und damit: gesellschaftlichen) Umbrüchen gelten kann. Susanna Nierdemayr beschreibt Grenzerfahrungen beim körperlichen Erfahren von Musik durch einen nach Oswald Wiener konstruierten Bioadapter. Ein Text aus dem Nachlaß der vor drei Jahren verstorbenen Tine Plesch setzt sich mit dem Gendertrouble Billy Tiptons auseinander, die/der, als Frau geboren wurde und als männlicher Jazzbandleader Ruhm erfuhr.

Weitere Texte befassen sich mit der Skandalgeschichte der Musik, der Sex-Pistols-Nachfolgeband PIL, der medialen Punkrezeption im muffigen 70er-Jahre-Deutschland, dem existenzialistischen Kino des Regisseurs Bruno Dumont und mit Werner Herzogs Dokumentarfilm »Grizzly Man«. Außerdem findet sich in der aktuellen testcard ein Gespräch mit dem enfant terrible der jungen deutschen Kunst Jonathan Meese und ein Interview mit dem Regisseur der Dokumentation »American Hardcore«.

Alexander Vieß



testcard #16: Extremismus

304 Seiten

15,5 x 23 cm

Broschur, mit zahlr. Abb.

EUR 14,50 (D) / sFr 26,20

Ventil Verlag

April 2007

ISBN 978-3-931555-16-3E

Zugabe

Kulturtipps, 11. Juni 2007:

Aus der Tiefe des Raumes - Eine Schau zur Perspektive in Bild und Wahrnehmung, so heißt eine Ausstellung im Suermondt Ludwig Museum. Da wird eine Auswahl von Gemälden gezeigt, die historische Lösungen des Problems der Raumerzeugung im Bild aufzeigen. Der Besucher wird zu eigenem, neuen Sehen aktiviert. Prof. Rainer Plum, der FH Aachen, zeigt u.a. einen begehbaren \\'\\'Ames-Room\\'\\', der die Tücken im Grenzbereich zwischen Wahrnehmung und Realität von Räumlichkeit veranschaulicht.

Kennt ihr den Anblick eines auffliegenden Vogelschwarms oder die Atmosphäre in einem Wald alter hochstämmiger Bäume? Wisst ihr, wie sich ein Frühlingstag anfühlt, wenn alles sich zum Lieben ausstreckt, wie leicht ein Schmetterling flattert und wie leidenschaftlich ein Tanz sein kann?Kennt ihr es, wenn euch eine Melodie, die aus dem Nichts zu kommen scheint, zur Ruhe kommen lässt und euch friedlich macht?Dann wird euch die Musik der Band Feuerlicht berühren. Die spielt poetische, dramatische, humorvolle, meditative und romantische Musik zwischen Klassik und Jazz. Dienstag abend, 20 Uhr in der Klangbrücke.

Der kretische König Idomeneo ist auf der Rückkehr aus dem trojanischen Krieg in einen Sturm geraten. Um sein Leben zu retten, schwört er dem zürnenden Meeresgott Neptun, ihm den ersten Menschen zu opfern, der ihm auf Kreta begegnet: Es ist sein eigener Sohn. Wie die Geschichte weitergeht könnt ihr am Mittwoch erfahren. Ideomeo um 19:30 Uhr im Theater Aachen.

Katharina Hacker liest aus ihrem Roman „Die Habenichtse“ . Der erhielt den Deutschen Buchpreis 2006. Es geht um folgendes: Isabelle und Jakob treffen sich am 11. September 2001 nach Jahren auf einer Party in Berlin wieder. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen die Chance, nach London zu ziehen, wo Jakob eine Stelle in einer Anwaltskanzlei antritt, die eigentlich für einen Kollegen vorgesehen war, der bei den Anschlägen auf das World Trade Center umgekommen ist. Isabelle genießt, in den spannungsreichen Wochen vor Ausbruch des Kriegs im Irak ihr Londoner Leben. Die beiden haben alles, was ein junges, erfolgreiches Paar braucht – und stehen doch mit leeren Händen da. Sehnsüchtig und ratlos sehen sie zu, wie ihr Leben aus den Fugen gerät. Katharina Hacker erzählt von jenen Mittdreißigern, die alle Möglichkeiten und Handlungsfreiheiten haben, sich selbst und die Menschen in ihrer Umgebung aber nicht vor Unheil bewahren können. Die Lesung ist am Mittwoch um 20 Uhr im Forum M der Mayerschen Buchhandlung. Der Eintritt kostet 10, Euro, Schüler & Studenten zahlen 7 Euro.

Süße Zukunftsmusik, Ketten sprengende Aufbruchssongs und die besten Urlaubshits lassen das Mörgens am Donnerstag seinen Grundmauern erbeben. Mit dabei: die säuselnden Herren und röhrende nDamen des Sänger- und Schauspielensembles des Theater Aachen. Instant Music heißt das ganze, wird schnell gemacht, gilt nur für den Moment und wirkt sofort. Donnerstag um 21 uhr im Mörgens.

Wortsalat vom 11. Juni 2007

Buch-Neuerscheinungen

Nie wieder achtzig!
So heißt das neu erschienene Buch von dem großartigen Kabarettisten Dieter Hildebrandt.

Angriffslustig, nachdenklich und hoch komisch!
Das neue Buch zeigt den großen Satiriker in Höchstform. Hildebrandt kommt vom Hundertsten ins Tausendste, er verknüpft die Politik mit der Kunst, das Persönliche mit dem Nationalen. Er ist angriffslustig, wo es Not tut, nachdenklich, wo es angebracht ist, und komisch, wenn es ihm gefällt. Gammelfleisch, Gesundheitsreform, Papst Razzi, WM: zu kommentieren gibt es ja genug.

Gewürzt wird das Ganze mit Karikaturen von Dieter Hanitzsch.

Nie wieder achtzig von Dieter Hildebrandt, erschienen im Blessing Verlag, 256 Seiten, 19,95

ISBN: 3-89667-331-9
Blessing
Erscheinungsdatum: 4/2007
Medium: Hardcover


Vermiss mein nicht
von Cecelia Ahern

“Man kann die Dinge nicht für immer bewahren, egal, wie gut man sie festhält”. Sandy Shortt, eine gestandene junge Frau mit eigener Suchagentur, ist besessen von der Suche nach Verschwundenem, egal ob Menschen oder Sachen. Bei einem ihrer Fälle verschwindet sie selbst, in eine „Zwischenwelt“, eine Parallelwelt, oder ist sie einfach nur auf einen falschen Weg geraten? Hier taucht man ein in eine verzauberte Geschichte, voller Magie und Faszination.
Vermiss mein nicht von Cecilia Ahern, erschienen bei Krüger, 425 Seiten, 16,90
Gebundene Ausgabe: 425 Seiten
Verlag: Krüger, Frankfurt; Auflage: 1 (27. April 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3810501433
ISBN-13: 978-3810501431


Blind
von Joe Hill übersetzt von Wolfgang Müller

Joe Hill ist der Sohn von Stephen King – und er bleibt seinem Vater und dem Genre treu. Blind ist ein Schauermärchen der Extraklasse, und natürlich sehr blutig mit Fortschreiten der Geschichte.

Der alternde Rockstar Judas Coyne ersteigert über das Internet einen Geist. Doch aus dem Gag wird schnell bitterer Ernst, denn der Geist entpuppt sich als überaus real und extrem rachsüchtig. Judas denkt nicht daran, sich kampflos zu ergeben, und zwingt den Geist, ihm auf einem Roadtripp quer durch Amerika zu folgen. Dezent platziert der Autor die Horroranteile, im Zentrum des Roman steht die Reise von Judas zu seinem wahren Ich.

Blind (Originaltitel: Heart-Shaped Box) von Joe Hill, erschienen im Heyne Verlag, 432 Seiten, 19,95


Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Heyne (Februar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453265467
ISBN-13: 978-3453265462


Und für alle, die lieber lauschen als selbst zu lesen.
Das Hörbuch: Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch
von Marina Lewycka
Der 84-jährige Nikolaj hat sich verliebt. In Valentina. Ein ukrainisches, blondes Busenwunder. Tochter Nadia ist entgeistert, denn ihr ist schnell klar, dass die Schönheit nur an einer Aufenthaltsgenehmigung interessiert ist. Nadia informiert ihre Schwester Vera, mit der sie seit Jahren zerstritten ist, und plötzlich sind die beiden einer Meinung: Vater muss gerettet werden. Doch der schreibt derweil an einer "Geschichte des Traktors" und bleibt uneinsichtig und schwer verliebt. Regisseur Oliver Sturm gelingt es, mit den Stimmen von u .a. Traugott Buhre und Lena Stolze die Leichtigkeit und zugleich das Tragikomische einzufangen. Ein witziges und anrührendes Familienportrait mit versteckter Gesellschaftssatire.

Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch, Hörbuch, 1 CD, Laufzeit ca. 60 Minuten, erschienen beim Deutschen Hörverlag, 14,95
Hörspiel Sprecher: Elisabeth Trissenaar, Lena Stolze, Traugott Buhre und Jeanette Spassova

ISBN-10: 3867170770
ISBN-13: 978-3867170772

Impressum

Impressum
Kullturschock sind z. Zt.:
Judith Salomon und Margarethe Grad

e-mail:
margarethe.grad@hochschulradio-aachen.de
judith.salomon@hochschulradio-aachen.de
Internet: http://kschock.blogspot.com
www.hochschulradio-aachen.de

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Judith Salomon
Thomashofstraße 23
52070 Aachen

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Titelbild ©Marijke Duits 2007