Montag, 27. August 2007
Theater Aachen - die neue Spielzeit hat begonnen!
Wenn im Fernsehen mal wieder nur Schrott läuft und ich die DVDs aus der Videothek auch schon in und auswendig kenne und wenn ich keine Lust habe soviel Geld fürs Kino auszugeben, dann ist bei mir meistens der Punkt erreicht wo ich mir denke: Mensch, ich könnte mal wieder ins Theater gehen. Das Theater Aachen hatte jetzt eine lange Spielpause, aber am Samstag war das große Theaterfest und damit fiel der Startschuss für eine neue Spielzeit. Ich habe mit Ursula Scheelhaas aus der Öffentlichkeitsarbeit des Theater Aachen gesprochen. Am Sonntag stand nämlich schon die erste Premiere vor der Tür: Der fliegende Holländer, Richard Wagners romantischste Oper.
Der fliegende Holländer wird auch oft als Gespensteroper bezeichnet weil einem da schon ganz anders wird bei dem Meeresbrausen und den Schiffen als Bühnenbild. Das wird auch im Theater Aachen der Fall sein. Aber das ist ja gerade das Schöne am Theater: Einzutauchen in eine andere Welt! Neben dem fliegenden Holländer gibt es natürlich noch viele andere Stücke zu sehen in der neuen Spielzeit. Und egal ob Schauspiel, Oper oder Klassikkonzert: alle Veranstaltungen laufen unter dem Motto „grenzenlos“. Das heißt aber nicht, dass wir nur internationale Stücke zu sehen bekommen, sondern gemeint ist, dass sich in der neuen Spielzeit auf der Bühne oft die Grenzen zwischen Realität und Traum vermischen. „Der Traum – ein Leben“ so heißt auch eins der Stücke die ihr bald im Theater Aachen zu sehen bekommen werdet. Und das Highlight in diesem Stück ist eine echte Puppe, gespielt von der professionellen Puppenspielerin Julia Bretschneider. Zanga heißt sie und steht auch überdimensional aufgeblasen vor dem großen Haus des Theater Aachen.
Wer das Theater Aachen kennt, weiß es gibt nicht nur die Bühne im großen Haus sondern auch noch die Kammer. Da wird was ganz abstraktes geboten: „Der Gott des Gemetzels“. Es geht um zwei Schulkinder die sich prügeln und sich dabei die Schneidezähne ausschlagen. Die Eltern treffen sich (allein, ohne die Kinder, was schon abstrakt genug ist) zu einem Friedensgespräch. Und diese eigentlich so friedlich angedachte Besprechung artet dann furchtbar aus, die Eltern vergessen jegliche Umgangsformen zivilisierter Menschen und kafetzen sich ordentlich. Das Stück von Yasmina Reza ist sehr gesellschaftskritisch, aber es ist andererseits auch zum lachen, denn man erkennt sich z.T. Wieder auf der Bühne.
Und dann gibt es ja noch das Mörgens. Eigentlich ist das Mörgens ja bekannt für seine experimentellen und subkulturellen Stücke. Und das bleibt natürlich auch so. Der Raum wird wieder vielfältig und individuell genutzt werden. Und auf die zuschauer wartet zu Beginn der Spielzeit auch noch eine Überraschung: das Mörgens ist nämlich verwandelt worden! Alles neu! Und das witzige ist: passend zur Verwandlung des Mörgens wird auch das Stück „die Verwandlung“ von Kafka gezeigt. Am 13. September ist sowohl die Neueröffnung als auch die Premiere von Kafkas Stück. Und um zu vermeiden, dass ihr mal ein Stück nicht versteht und ordentlich vor euren Theaterbegleitern triumphierend könnt weil ihr über das Stück bescheid wisst, dafür gibt es die Kostprobe, wo regisseure und manchmal auch Schauspieler euch über die Stücke aufklären.
Wer von euch schon ein großer Theaterfan ist und auch die ganzen Schauspiel in den letzten Monaten und Jahren liebgewonnen hat, der kann sich freuen, denn das Ensemble hat sich-bis auf ein paar Neuzugänge- nicht verändert. Und damit die Schauspieler und Sänger auch im Alltag in euren Köpfen bleiben hat sich das Theater Aachen eine Werbeaktion ausgedacht: An vielen Litfasssäulen in der ganzen Stadt hängen überdimensionale Fotos von den Ensemblemitgliedern. Und wenn diese Fotos euch dann inspiriert haben euch ein Stück anzugucken, gibt’s vor allem für Studenten tolle Rabatte: Mit dem Studentenabo für 20 Euro könnt ihr euch 4 Vorstellungen angucken gehen. Außerdem gibt es das LastMinuteTicket: 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn könnt ihr Tickets für 5 Euro bekommen.
Und nach den einzelnen Vorstellungen könnt ihr euch dann im schicken Theater Cafe noch gemütlich eure Gedanken schweifen lassen. Unter Palmen auf dem Vorplatz, da fühlt man sich fast wie im Urlaub
Die neue Spielzeit des Theater Aachen hat begonnen. Den aktuellen Spielplan und alle Premierentermine findet ihr unter www.theater-aachen.de
Zugabe, Montag 27.08.2007
Wer auf eine Mischung aus Elvis, 80er & Heavy Metal mit Gesang irgendwo zwischen Elvis und Johnny Cash steht, der darf little Elvis ant the rocking headbangers nicht verpassen. Anschließend gibt's ne große Party mit Dj Graffey, der legt Metal aller Stilrichtungen auf. Von 22-23h gibt’s außerdem alle Getränke zum 1/2 Preis. Dienstag um 20 Uhr im BeBop.
Ein kleines Konzert bekommt ihr am Donnerstag in der Klangbrücke geboten. Unter dem Motto: Was wir immer schon mal spielen wollten spielen Claudia Rupa (Violine), Ana Teixera Rua (Violoncello) und Bernd Gaube (Klavier) und zwar von Klassik bis Tango . Beginn ist um 20 Uhr - Einlass: 19: 30 Uhr Tickets kosten 8,00 €.
Der Jakobshof ist ja eigentlich bekannt für gemütliche Jazz-Abende. Aber am Freitag wird da ordentlich gerockt werden! Da findet nämlich das sogenannte Cat Rock Festival statt. 8 Aachener Bands laden euch ein zum Headbanging. Freitag ab 16:30 im Jakobshof. Eintritt kostet 5 Euro im Vorverkauf (BeBop und Klenkes Ticketshop) und 6 Euro an der Abendkasse.
Einen Afrikanischen Kulturabend der Extraklasse bekommt ihr am Samstag geboten. Das Programm kann sich sehen lassen: Trommelworkshop, Informationsstände, Afrikanisches Essen, Traditionelle Tänze, Traditionelle Modenschau, Moderne Fashionschau und dazu noch Live Auftritte : Trommelgruppe Le Deggo, General Snipe und Celam Ribas. Samstag ab 18 Uhr im Humboldthaus.
Ihr könnt danach auch rüberschlendern zum Theater Aachen. Da gibt das Jugendsinfonieorchester ein Konzert unter der Leitung von Volker Hiemeyer. 19:30 geht's los.
Doris ist eine schlecht bezahlte Sekretarin. Aber sie hat keine Lust mehr auf dieses Leben. Also flieht sie auch ihrer rheinischen Provinzheimat, um sich in Berlin ihren Traum von Liebe, Luxus und Karriere zu erfüllenen. Im pulsierenden Berlin der 30er Jahre durchlebt Doris aber nicht nur glänzende Zeiten, sondern taucht auch ein in die Schattenseiten von Halb- und Unterwelt … „Das kunstseidene Mädchen“ heißt das Stück. Sonntag ab 19:30 könnt ihr euch im Theatercafé von Regisseur und Schauspielerinnen über das Stück informieren lassen.
27.08.07
Cat Rock Fetival: Freitag, 31.08.07 ab 16:30 im Jakobshof. Tickes 6 Euro an der Abendkasse, 5 Euro im VVK (Klenkes und Bebob).
Montag, 20. August 2007
Zugabe, Montag 20.08.2007
Lange lange Zeit segelt er nun schon auf dem Meer herum und sucht den Tod: der fliegende Holländer. Sein einziger Ausweg: er muss eine Frau finden. Die geheimnisvolle Senta scheint die richtige zu sein um ihn zu erlösen. Aber die gute Frau denkt anders: sie will kein gemeinsames Leben, sondern den gemeinsamen Tod. »Der fliegende Holländer« ist Wagners bekanntestes romantisches Liebesdrama. Man kanns schon fast Gespensteroper nennen, denn bei dem Meeresbrausen und den wilden Seemanns-Chören wird einem schon anders. Wenn ihr euch vom fliegenden Holländer in den Bann ziehen lassen wollt: Dienstag abend um 18:30 gibt’s eine Voraufführung im Theater Aachen.
Und wir bleiben noch ein bisschen beim Theater, schließlich fängt jetzt die neue Spielzeit an: Der Gott des Gemetzels. Hört sich eklig an, ist es aber nicht. 2 Ehepaare treffen sich weil sich ihre Kinder geprügelt haben. Die Besprechung war eigentlich tolerant und sachlich geplant, endet aber in Wortgefechten und handfesten Auseinandersetzungen. Schnell sind gute Erziehung und die Regeln des zivilisierten Umgangs miteinander vergessen.Wer sich den Spaß von Yasmina Reza angucken will: Mittwoch um 18:30 ist die Voraufführung in der Kammer des Theater Aachen.
Lust auf ne ELECTRIC SKUNK FUNK-SESSSION? Dann ab in den Malteserkeller am Donnerstag! Da legt dj Lota für euch HOUSE und ELECTRO auf. Und s-capade hat noch DRUM'N'BASS und NU SKOOL auf Lager. HAPPY HOUR ist von 22h-23h. Der Eintritt ist frei.
Ihr wolltet schon immer mal Gitarre spielen lernen? Dann auf in den Kampf. Die Volkshochschule Aachen will euch in 15 Wochen á 90 Minuten alles beibringen, was ihr für einen Einstieg in die Welt der Pop-, Rock-, Folk- und Countrygitarre braucht: Akkorde, Rhythmen und Songs. Ihr braucht keine Notenkenntnisse! Das einzige was ihr mitbringen müsst ist eine Akustik-Gitarre mit Nylon- oder Stahlsaiten, Papier und Schreibzeug. Literatur kostet 12,00 EUR. Der ganze Kurs wird unter 72 Euro kosten. Weitere infos kriegt ihr unter www.vhs-aachen.de Gitarre für Anfänger: Freitag 17:15-18:45 Uhr.
Und jetzt zu Jungs die schon verdammt gut Gitarre spielen können: EMMA6. Die Lieder der Jungs gehen direkt ins Ohr. Pop, Rock und Indie, bei dieser Mischung könnt ihr abrocken, schwofen oder einfach nur träumen. Emma6 singen auf deutsch über Liebe, Schmerz, Freundschaft und Spaß am Leben. Die Heinsberger Jungs spielen am Freitag um 20 Uhr im Parkside. Eintritt kostet 3 Euro. Es sei denn ihr gewinnt einen Gästelistenplatz. Das könnt ihr freitag im morgen danach.
Und wenn ihr Samstagsmorgens mit nem dicken Kopf aufgestanden seid, dann hilft nur eins: weitertrinken. 23 Weinproben könnt ihr beim Weinfest genießen. Samstag um 11 auf dem Katschof.
Und danach zieht ihr am besten weiter zum Theaterfest. Ab 14 Uhr könnt ihr euch die Bretter die die Welt bedeuten bei einer führung angucken. Oder ihr taucht ein in die neue Spielzeit: auf der Bühne, im Foyer, in allen Fluren und auf dem theaterplatz werden Aufführungen stattfinden. Und vielleicht könnt ihr sogar ein paar Kostüme abstauben.
Sonntag morgen könnt ihr dann richtig lecker frühstücken und das bei klassischer Musik. Der Drehturm auf dem Lousberg läd zum livebrunch mit dem Horst Bodden Quartett vielsaitig ein. Sonntag ab 11 Uhr.
Montag, 13. August 2007
Sendung vom 13. August 2007
Studenten der FH Design (Produktdesign) gestalten den Stadtgarten von Grevenbroich mit Lichtskulpturen. Das Ganze heißt „Wundergarten des Lichts“. Die Studierenden wenden viel Zeit dafür auf und lernen eine Menge dabei. Den "Wundergarten des Lichts" veranstaltet der Kunstverein Grevenbroich. Zu sehen ist die Illumination vom Freitag, 21.09.2007 bis Sonntag, 23.09.2007. Mehr Infos hier.
Ein besonderer Kulturtipp: Save The Robots Party #6.5 präsentiert vom Hochschulradio Aachen am Samstag, 18.08.07 im Parkside in der Südstraße ab 22:00h. Es spielen Jan Eric Kaiser vom bekannten Kölner Label AREAL. Er ist Resident im Kölner Club "Studio 672" und arbeitet für die Kölner Technoschmiede KOMPAKT.
Außerdem hört Ihr Claus Bachor, Thorsten Hoffmann, Stephan Hense und Warum Frank. Kostenpunkt: 5 Euro UND es gibt Mix-Cds von allen DJs als Präsent solange der Vorrat reicht.
Wortsalat - Buchtipps
Live fast and die young – diese Motto gilt auch für den Punk: die erfolgreichsten Kulturrevolution der 70er Jahre. Im Sommer 1976 explodierte Punk - und zwei Jahre später waren nur noch Rauchwolken und ein Häufchen Asche übrig. Und dann kam der Post-Punk. Simon Rynolds stellt in seinem Buch Rip It Up And Start Again auf rund sechshundert Seiten Bands und Musiker vor, die auf ganz unterschiedliche Weise das Rad der Musikkultur neu erfanden: unter anderem: Joy Division, Wire, Talking Heads, The Fall, Robert Wyatt, Art Of Noise und Frankie Goes To Hollywood. In Rip It Up And Start Again nimmt er jene Musikergeneration unter die Lupe, für die das Ende von Punk ein Anfang war. Während die Politik weltweit nach rechts rückte und das Orwell-Jahr 1984 bedrohlich nahe rückte, verweigerten sich die Vertreter des Postpunk der rockistischen Herz-Schmerz-Lyrik und beschrieben die Trostlosigkeit der ehemals blühenden Industriestädte. Simon Reynolds behauptet daher: Das Versprechen von Punk wurde erst im Postpunk eingelöst. Ob dem so ist, könnt ihr selbst nachlesen.
Simon Reynolds Rip It Up And Start Again- Postpunk 1978-1984. Schmeiss alles hin und fang neu an (Gebundene Ausgabe)
Verlag: Hannibal
Euro 29,90
Urs Faes: Liebesarchiv
Ein Autor wird bei einer Lesung von einer alten Dame angesprochen. Sie behauptet, sein Vater Robert sei ihre große Liebe gewesen. Sie gibt ihm ihre Telefonnummer, aber er ruft sie nicht an, und einige Monate später erfährt er, dass sie gestorben ist. Der Autor bekommt Kontakt zu der Tochter der Dame und beginnt sich widerstrebend auf Spurensuche. Sie führt in das Jahr 1954, als Anna, die Dame und Robert der Vater monatelang nicht bei ihren Familien waren. Fesselnd und einfühlsam geschrieben.
Urs Faes: Liebesarchiv,
Verlag: Suhrkamp,
226 Seiten,
Euro 19,80
Marie Hermanson: Der Mann unter der Treppe
Einen kleinen Mann im Ohr, den hat man ja schon mal, aber einen Mann unter der Treppe? "Der Mann unter der Treppe" ist ein abgründiger Horrorroman, der die Leser nicht nur durch die albtraumhafte Atmosphäre fesselt, sondern sie zugleich mit witzigen Einfällen unterhält und von Marie Hermanson aus einer ganz besonderen Perspektive geschrieben wurde
Abgesehen von seinen Schlafproblemen scheint es Fredrik gut zu gehen: Seit ein paar Monaten wohnt er mit seiner Frau Paula und den beiden kleinen Kindern in einem idyllischen alten Haus in Kungsvik. Während Paula als Künstlerin erfolgreich ist, hat Fredrik eine Stelle bei der Stadtverwaltung. Eines Nachts findet er heraus, dass ein seltsamer kleiner Mann bei ihnen im Haus lebt, und zwar unter der Treppe, aber seine Frau glaubt ihm nicht und beginnt, sich vor Fredrik zu fürchten...
Marie Hermanson: Der Man unter der Treppe,
Verlag: Suhrkamp
Euro 8,90
Zugabe, 13. August
Kunstwerke der spätantiken, karolingischen, ottonischen, staufischen und gotischen Zeit könnt ihr euch in der Domschatzkammer angucken. Wer schon immer mal wissen wollte wie die Karlsbüste aussieht, was ein Lotharkreuz ist oder einfach mal einen Blick auf den Aachener Altar werfen will, der kann das bei den einzelnen Führungen tun. Die sind um 18, 19, 20 und 21 Uhrin der Domschatzkammer am Klosterplatz 2.
Heute an jedem Ort zu jeder Zeit überallhin telefonieren zu können das ist Freiheit pur. Aber früher sah das alles ein bisschen anders aus. Den Aufbau einer Telefonverbindung aus dem vorigen Jahrhundert könnt ihr euch im Fernmeldemuseum erklären lassen. Da dürft ihr auch mal einen Blick in eine Fernschreibmaschine werfen. Wer lieber Fotos guckt kommt auch auf seine Kosten: Im Foyer ist eine Diashow von Harald Finster zu Industriegeschichte und Architektur. Technik zum Anfassen und Einschlaten von 18-22 Uhr im Fernmeldemuseum.
Aber nicht nur Museen bekommt ihr auf der Langen Nacht zu gesicht, auch sowas alltägliches wie der Aachener Hauptbahnhof kann schnell zu einem Kunstwerk mutieren. Über 100 Jahre alt ist der Kerl schon. Seid dabei wenn Zusammenhänge mit der Geschichte der Stadt Aachen anhand der Bahnhofsarchitektur erläutert werden. Führungen durch die historischen und-Stahlglasbauten gibt’s um 18,19,20 und 21 Uhr. Anmeldung ab 15 Uhr am Servicepoint in der Eingangshalle.
Nonstop 3 Kurzfilme von karl Valentin bekommt ihr im internationalen zeitungsmuseum geboten. Außerdem könnt ihr Führungen mitmachen zur Dauerausstellung „von der Frühzeit der Presse bis zur Gegenwart“. Da könnt ihr euch 300 Originalzeitungen aus über 400 Jahren angucken. Führungen sind um 19:15, 20:45 und 22:15
Was zu lachen gibt’s im Suermond Ludwig Museum. Da trifft ein westlicher Clown auf eine östliche Riesentrommel und es gibt einen großen Radau. Virtuose Trommelsoli mit dem rythm Clown. Stäx nennt sich das ganze um 20:15 auf der Dachterasse vom Suermond Ludwig Museum.
Einen Blick hinter die Kulissen gewährt euch das Theater Aachen. Da könnt ihr die Bretter die die Welt bedeuten mal aus einer anderen Perspektive erleben. Im Theatercafe gibt’s dazu Musik zum chillen. Führungen sind um 22, 23 ,0 und 1 Uhr.
Zoll und Schmuggel nach dem 2. Weltkrieg. Das ist eine packende 20 minütige WDR Reportage die stündlich im Zollmuseum Friedrichs gezeigt wird. 22 Räume und 3000 Exponate müsst ihr passieren um die Geschcihte der Zölle miterleben zu können. Erfahrt wie erfinderisch Schmuggler damals waren. Führungen gibt’s um 18,19, 20 und 21 Uhr. Aber passt auf: das Zollmuseum wird nicht vom Shuttlebus angefahren, nehmt die 44.
Kunst aus Nordrhein-Westfalen könnt ihr euch in der ehemaligen Reichsabtei angucken. Da gibt’s ab 18:30 auch ein schrilles Jazz-Konzert.
Weiter Infos findet ihr unter http://www.klenkes.de/aacheninfo/lange_nacht_der_museen
und das Programmheft im PDF-Format könnt ihr euch hier angucken. Viel Spaß!!!
Buchtipps
Wortsalat - Buchtipps
Lena zieht durch die Welt: ihr Mann und ihr Sohn sind bei einem Attentat getötet worden; sie besitzt nur die Kleider, die sie trägt und hat einen rätselhaften Auftrag.
So reist Lena in dem Comicroman von Pierre Christin (Autor) und Andre Juillard (Ilustrator) durch die Welt – von Berlin über Ungarn, die Ukraine und die Türkei bis nach Syrien. Es geht um dubiose Machenschaften, zweifelhafte Leute und einen teuflischen Plan. Es geht um Terrorismus und Globalisierung, aber es ist kein Action-Thriller. Immer steht die Heldin mit ihrem Leid, ihrer Hoffnung, ihrer Vergangenheit und Zukunft im Mittelpunkt – spannend erzählt mit beeindruckenden, ruhigen – teils melancholischen Bildern.
Pierre Christin und André Juillard: Lenas Reise, Carlsen Verlag, Hamburg, 64 Seiten, Euro 16,00
ISBN 978-3-5517-8645-6
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„Guernica“ ist eins der berühmtesten und wie ich finde anrührendsten Bildern von Pablo Picasso. Und dahinter steht eine reale und dramatische Geschichte. Der Bombenangriff der Deutschen auf die gleichnamige baskische Stadt am 26. April 1937. Jetzt ist ein Bildband dazu erschienen – zu der Geschichte des Bildes: eine Bild-Biografie im Sinne des Wortes. Zunächst kaum beachtet wurde das schwarz-weiße Riesengemälde nach und nach zum Inbegriff von Kriegsgier, Schmerz und Leid. Das wusste übrigens auch der frühere US-Außenminister Colin Powell, als er beim Werben für die Irak-Invasion im UN-Sicherheitsrat die hier hängende Kopie des Bildes verhängen ließ.
Bild-Biografie über «Guernica» zum 70. Jahrestag
Gijs van Hensbergen: Guernica, Biografie eines Bildes, Siedler Verlag, München, 416 S., Euro 24,95
ISBN 978-3-88680-866-3
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Und noch mehr Bilder – von bekannten, millionenfach abgelichteten gebäauden.
Empire State Building, Brooklyn Bridge, Eiffelturm – wie kann man die neu darstellen?
Der Japaner Hiroshi Sugimoto hat es versucht. Er fotografiert geziel unscharf. Ein Schleier der Unschärfe legt sich über seine Bilder. Die Form der Architektur tritt hierbei in den Vordergrund, nicht mehr die Details. Form und Proportion versus Detailgenauigkeit, für die Sugimoto in seinen anderen Projekten steht. Sugimoto stellt mit der Unschärfe die charakteristischen Züge der Gebäude heraus – auf einen Schlag.
Altvertrautes neu.
Hiroshi Sugimoto: Architecture, Verlag Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit, 168 S., 65 s/w-Bilder, Euro 58,00
ISBN 978-3-7757-2056-4
Montag, 6. August 2007
Montag, 06. August
Kennt ihr das? Ihr entdeckt irgendwo einen Aushang mit einer tollen Ausstellung, wo man eine Führung zu mitmachen kann. Dazu muss man sich aber leider in irgendeinem Büro oder im Museum direkt anmelden. Ihr geht hin und was ist? Das Ding hat zu. Aber ab jetzt ist alles anders.
Ab sofort können sich alle Interessenten für Führungen, Workshops und sonstige Angebote der städtischen Museen und des Ludwig Forums für Internationale Kunst auch telefonisch anmelden. Der technik sei Dank. Montags bis Freitags von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends ist jemand zu erreichen, Und zwar unter der Nummer: Telefonnummer 432-4999
Hinter dieser Nummer verbergen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Call Aachen. Call Aachen ist aus der ehemaligen Telefonzentrale der Stadt Aachen entstanden. Die ist mittlerweile mit modernsten Kommunikationsmitteln ausgestattet. Und das Ziel von Call Aachen ist, „den Bürgerinnen und Bürgern schnell und unkompliziert Auskünfte geben zu können. Der Kulturbetrieb der Stadt Aachen hofft, die gestiegene Nachfrage nach diesen Angebotendurch die Telefonanmeldung besser bewältigen zu können. Irit Tirtey, die stellvertretende Leiterin des Kulturbetriebs die hat gesagt dass dem Kulturbetrieb besonders wichtig ist, „dass er auch außerhalb der Öffnungszeiten der Häuser erreichbar ist.
Man kann über diese Servicenummer auch Anfragen starten zu den Vermietungsmöglichkeiten von Räumlichkeiten, die der Kulturbetrieb der Stadt Aachen verwaltet. Wenn ihr z.B. ne große ausgefallene Party feiern wollt, oder heiraten wollt oder für die uni eine Veranstaltung auf die Beine stellen müsst und so weiter. Es geht vor allem um das Alte Kurhaus in der Komphausbadstraße, aber auch um das Couven-Museum, das Suermondt-Ludwig Museum, das Internationale Zeitungsmuseum oder das Zollmuseum Friedrichs.
Der Kulturbetrieb der Stadt Aachen hat jetzt eine Servicehotline eingerichtet unter der ihr euch für Führungen, Kurse und andere Veranstaltungen anmelden könnt. 0241 432-4999. Danke Marijke für die Infos.
Zugabe - Kulturtipps
Wems noch nicht heiß genug ist draußen der kann heute abend im Apollo noch mal schön durchschwitzen. Da ist wieder der Alternative Monday. Auf der Area 1 gibt’s Musik von DJ Manni: Rock, Grunge, Independent und Crossover. Auf der Area 2 legt DJ Muya für euch auf: Punkrock, Indie und Emo. Eintritt kostet 2 Euro, von 11-12 gibt’s 2 Weizen für 3 Euro. Los geht’s um 23 Uhr.
Für Trommler oder Trommlerinnen, die schon im Frühjahr einen Djembé Kurs besucht haben gibt’s jetzt einen Fortgeschrittenen Trommelkurs. Aber auch als Quereinsteiger mit Vorkenntnissen dürft ihr mittrommeln. Im Kurs wird sich weiter mit Solophrasen beschäftigt, außerdem könnt ihr euer hand-to-hand Spiel intensivieren. Der Kurs startet morgen und geht bis zum 18. Dezember. 15 Euro kostet euch der Spaß wenn’s bis zu 5 teilnehmer sind, 10 Euro ab 6 Teilnehmer. Anmelden könnt ihr euch unter folgender Telefonnummer: 0241-66710. Start ist morgen um 18:30 in der Liebigstraße 18.
Wer kein Geld oder keine Zeit hat in den Urlaub zu fahren, der holt sich den einfach nach hause. Lateinamerikanische Rhythmen kriegt ihr z.B am Mittwoch geboten. Auf der großen SalsaParty im El Sencilito. Einlass ist um 20 Uhr.
Oder ihr gewinnt einfach den langersehnten Urlaub. Dazu müsstet ihr euch nur zum Mr. Und Miss Tanzpalast küren lassen. Am Donnerstag vom Publikum und einer professionellen Jury. Präsentiert wir das ganze vom massi und dem PM2AM Event Team. Ihr werdet von professionellen Friseuren und einem bekannten Visagist aus Aachen gestylt 1.Preis: Miss & Mr. Tanzpalast gewinnen je eine Reise für eine Woche nach Griechenland. 2.Preis: Gutscheine im Wert von bis zu 350 Euro. 3.Preis: Gutscheine im Wert von bis zu 250 Euro.
Alle angenommen Kandidaten erhalten einen Gutschein im Wert von 150 €.
Bewerben könnt ihr euch persönlich im Massi oder unter: missundmrtanzpalast@hotmail.de Getanzt werden darf aber zwischendurch auch: DJ-Spyro legt für euch finest Black & Ragga/Ton auf, DJ Daniel-Sun sorgt für Elektro & Vocal House. Außerdem gibt’s ne Happyhour von 21 bis 22 Uhr: Caipirinha 3 Euro.
Supergroovers geht in die 17. Runde. Remix-Elektro-Tech-Pophits vom Feinsten Justice, Uffie, Soulwax, Digitalism, Data, LCD Soundsystem und viele mehr werdet ihr zu hören bekommen. Und dazu ein Sahnehäubchen der Extraklasse HOLZ live! Das ist Sequenztechno und Elektronika. Und bei uns ist gleich der René, einer der beiden Hölzer und wird da noch ein bisschen mehr zu erzählen. Ein leckeres Bier trinken, ausgelassen feiern und die DJs loben könnt ihr am Freitag, ab 22 Uhr im Aoxomoxoa.
Außerdem steht am Wochenende noch das Aixfest vor der Türe. Das AIXfest Summer Festival findet dieses Jahr im Capitol in Eupen statt. Freiag stehen für euch Live auf der Bühne: Brant Bjork and the Bros., Bollock Brothers, Flash Future, The Babylon Underground und Dioptrien.Am Samstag trefft ihr dann auf Samiam, Knorkator, Pencilcase, Lord Bishop und Die Sklaven Jeweils ab 18 Uhr.
Wortsalat - Buchvorstellungen
Laxness-Klassiker «Salka Valka» neu übersetzt und quicklebendig
Halldor Laxness ist Isländer und Literatur-Nobelpreisträger. Einer seiner Klassiker ist „Salka Valka“. Der Roman wurde jetzt neu übersetzt und neu heraus gegeben als Ergänzung seiner bisher zwölfbändigen Werkausgabe. Salka Valka ist ein Frühwerk von 1931/32, geschrieben gut 20 Jahre bevor er den Nobelpreis bekam 1955. In «Salka Valka» schildert er den Weg der Titelheldin vom unehelich geborenen, bettelarmen und missbrauchten Fremdling in einem isländischen Fischerdörfchen zur selbstbewussten jungen Frau mit Stehvermögen, hellem Kopf voller sozialer sowie politischer Interessen, starken Gefühlen und noch stärkeren Entscheidungsproblemen in der Liebe. Teilweise sind die Dialoge sehr lang, ermüdend und geschichtlich überholt (Laxness war damals vom Sowjetsystem unter Stalin überzeugt), aber die zeitlose Schönheit des Romans überwiegt: Laxness Liebe zu den Menschen mit all ihren Schwächen und seine Liebe zur wilden isländischen Natur. Bis heute ist diese Literatur lebendig.
Halldór Laxness Salka Valka Steidl Verlag, Göttingen 480 S., Euro 24,00 ISBN 978-3-86521-420-1
Ruth Bergers besonderer «Gretchen»-Roman
Das Gretchen – wer kennt es nicht. Selbst wenn man den Faust von Goethe nicht gelesen hat, so kennt man doch diese Figur und ihr Dilemma bis hin zur Kindsmöderin. Wie gesagt: Goethe, aber auch Heinrich Leopold Wagner und Reinhold Lenz thematisierten dieses Schicksal literarisch und machten Gretchen unsterblich: ein wahres Schicksal. Das der Frankfurter Dienstmagd Susanna Margaretha Brandt, die am 14. Januar 1772 hingerichtet wurde. Nun endlich ein Buch von einer Frau zu der Figur. Ruth Berger zeichnet in ihrem gründlich recherchierten Roman das Leben der Margaretha Brand nach. Der spannende Roman ist gleicheitig ein Sittengemälde der Franfurter Gesellschaft im zu Ende gehenden 18. Jahrhundert. Sie stellt die Lebensbedingungen des untersten Standes, dem Gretchen angehörte, denen des priviligierten jungen Goethe gegenüber, der den Fall von Anfang an mit Interesse verfolgte und wohl auch bei der öffentlichen Hinrichtung zugegen war. Die Autorin, und darin liegt eine der vielen Stärken des Romans, vermeidet jede Parteinahme und lässt offen, ob die Brandin tatsächlich eine Kindsmörderin oder ein Justizopfer war. Mit viel Ironie offenbart Berger in ihrem Roman nicht nur die Scheinheiligkeit des Dichterfürsten, sondern die der ganzen «guten Gesellschaft» Frankfurts, deren Standesdünkel einer einfachen Magd jede Chance auf Gerechtigkeit und Gnade nahmen. Die Familie Goethe, die schillernden Brüder Senckenberg und viele andere historische Persönlichkeiten ihrer Heimatstadt hat die Historikerin Berger vor dem Hintergrund des spektakulären Kriminalfalls der Kindsmörderin wiederauferstehen lassen. Und sie zeigt, wie ein wirklich guter historischer Roman aussieht Ruth Berger Gretchen. Ein Frankfurter Kriminalfall Kindler Verlag, Reinbek 444 S. m. Nachwort, Euro 19,90 ISBN 978-3-4634-0513-1
Filmvorstellung
Sie waren die Lieblinge der amerikanischen Nation – Die Dixie Chicks. Die Country-Mädchen-Band durfte sogar beim «Super Bowl» singen. Und nationale Helden dürfen natürlich nicht kritisch sein. Der Film „Dixie chicks – Shut up and sing“ läuft diese Woche in den Kinos an. Bei einem Konzert in London im März 2003 unmittelbar vor Beginn des Irakkrieges ließ die Sängerin Natalie Maines die beiläufige Bemerkung fallen, das Trio schäme sich dafür, dass der amerikanische Präsident aus Texas stamme, dem Heimatstaat der Country-Band. Bisher völlig unpolitisch – zumindest in der Öffentlichkeit – bekamen die Dixie Chicks nun die ganze Gnadenlosigkeit des amerikanischen Patriotismus zu spüren – es glich einer Hexenjagd.
Das Trio wurde mit Hass- und Drohbriefen überhäuft, zahlreiche Radiosender in den USA boykottierten die Songs der Band, ihre CDs wurden öffentlich zerstört. Für die Dixie Chicks markiert das Londoner Konzert eine dramatische Zäsur. Sponsoren ziehen sich zurück, Konzerte werden abgesagt. Zunächst wollten sie zurück rudern und die Aussage verharmlosten, aber das hat nicht funktioniert. aber die drei geben nicht auf, wehren sich gegen die massiven Angriffe aus dem konservativen Lager. Und sie gehen in die Offensive. Auf dem Cover des Branchenmagazins «Entertainment Weekly» posieren sie z. B. nackt, auf ihren Körpern sind die Schmähungen zu lesen, denen sie ausgesetzt sind.
In ihrer spannenden, detailreichen Dokumentation «The Dixie Chicks: Shut up and sing» beleuchtet Barbara Kopple zusammen mit ihrer Co-Regisseurin Cecilia Peck über einen Zeitraum von drei Jahren die Folgen der Affäre für die Band. Entstanden ist so ein packendes Lehrstück über das Verhältnis von Musikbusiness, Politik, Medien und Öffentlichkeit. Nicht zuletzt bietet der Film auch eine Momentaufnahme spezifisch amerikanischer Befindlichkeiten in Zeiten des Krieges. Die USA, dies zeigt Kopples Film sehr deutlich, sind längst eine zutiefst gespaltene Nation. Es geht um Freundschaft, freie Meinungsäußerung, Patriotismus und ja „Erwachsen werden“. Denn nach der Affaire sind das die Dixie Chicks geworden.
Für die Dixie Chicks gibt es ein Happy End. Im Februar 2007 gewinnt ihr Album «Taking The Long Way» den begehrtesten aller Musikpreise, den Grammy für das Album des Jahres, der Song «Not Ready To Make Nice» wird als beste Single ausgezeichnet. Die drei Sängerinnen werteten die höchste Auszeichnung auch als politisches Statement der Juroren.
„Dixie Chicks – Shut Up and Sing“ ab Donnerstag im Kino und zwar im Apollo.