Montag, 30. Juli 2007

Montag, 30. Juli

Wortsalat

Andrew Miller: „Die Optimisten“
Clem Glass ist Fotojournalist und berichtet als Reporter über den Bürgerkrieg in Ruanda. Zurück in England versucht der Protagonist dann „seinem Leben einen Sinn zu geben“. An eben diesem Versuch - das Grauen zu vergessen – verzweifelt er. Millers Roman behandelt tiefgehend und eindrücklich die Frage nach der Schuld der Unschuldigen. Zu allererst ist es jedoch ein Buch über das Vergessen und die Möglichkeit oder Unmöglichkeit dessen.

ANDREW, MILLER: Die Optimisten. Aus dem Englischen von Nikolaus Stingl. Zsolnay Verlag. 330 S., 21,50 €.

Ingo Schulze - Handy. Dreizehn Geschichten in alter Manier.
Er ist der Meister des feinen Humors und hat ein sicheres Gespür für tragikomische Situationen: Ingo Schulze. Ingo Schulze schreibt von den kleinen zufälligen Begebenheiten des Lebens. Z. B. eine abenteuerliche Taxifahrt durch Kairo, der Höhepunkt einer Ehekrise oder eine Bärenjagd in Estland

In einer Mischung aus Realität und Fiktion schafft der Autor in allen Geschichten eine emotionale Mixtur aus Neugier und Unsicherheit.

Der Autor kommt immer entspannt daher und will nichts, außer uns etwas erzählen, es gibt keine Botschaften. Ungezwungen, fast beiläufig werden tragikomische Situationen beschrieben.

Ingo Schulze: Handy. Berlin Verlag, 280 Seiten, 19,90 Die Schiffbrüchigen


Der verschollen geglaubte Jugendroman von Jean Améry wird zum ersten Mal veröffentlicht.

Knapp dreißig Jahre nach Amérys Freitod im Oktober 1978 erscheint der Roman nun endlich in Erstausgabe.

Jean Améry war zeit seines Lebens ein geistiger und tatsächlicher Widerstandskämpfer, der nach seiner Emigration aus Wien 1938 in Belgien lebte, 1943 nach zwei Fluchten und der Mitarbeit in einer Widerstandsgruppe 1944 nach Auschwitz, ein Jahr später nach Mittelbau-Dora und nach Bergen-Belsen kam. »Das Überstehen«, schrieb Améry, »war ein Widersinn.« In seinem Abschiedsbrief vor seinem Freitod im Oktober 1978 ließ der 66-Jährige seine zweite Frau Maria wissen: »Ich kann meinem Niedergang, intellektuellen, physischen, psychischen, nicht zusehen.«

Der Inhalt der Schiffbrüchigen verweist prophetisch auf die bevorstehende Vernichtung der Juden, auf ihre Unterlegenheit gegenüber den Ariern. Die Form des Romans ist ausschweifend pathetisch.

Die Schiffbrüchigen sind kein »Geniestreich«. Es ist ein überfrachteter Jugendroman. Jean Amérys weiteres Werk zeichnet sich durch eine Sprache aus, die der Radikalität seines Denkens entspricht. Diese analytische Askese fehlt den Schiffbrüchigen.

Der Roman Die Schiffbrüchigen erzählt von der aufgeladenen und hoch gespannten Herzensqual eines jungen Mannes vor sehr langer Zeit.

Jean Améry: Die Schiffbrüchigen Roman; Klett Cotta, 2007; 330 S., 22,- €

John Barlow: "Berauscht"
Kein & Aber Verlag 2007, 542 Seiten. In den USA, Großbritannien und Frankreich hat er sich mittlerweile einen Namen gemacht, der britische Schriftsteller John Barlow. In Deutschland hingegen ist er praktisch noch unbekannt, obwohl er von amerikanischen Kritikern mit dem Kult- und Bestseller-Autor T.C. Boyle verglichen wird.

Der Roman "Berauscht" spielt in den Jahren 1869/70. Im englischen Yorkshire wird ein neues Getränk erfunden, und zwar Rhabarber-Saft unter Zusatz von Kokain, was zunächst schrullig-britisch klingt, aber einen handfesten historischen Hintergrund hat: im Jahr 1863 erfindet der Italiener Angelo Mariani ein, wie es heißt, "Stärkungsgetränk", den Mariani-Wein, der aus Bordeaux-Wein und Kokain besteht. Der Kokain-Wein überschwemmt in kürzester Zeit Europa: er wird zum Lieblingsgetränk von Queen Victoria, Papst Pius X. und Papst Leo XIII, der sogar dafür wirbt. 1886 entsteht eine alkoholfreie Variante: der morphiumsüchtige John Stith Pemperton komponiert ein neues Kokain-Getränk und nennt es Coca-Cola.

John Barlow bedient sich des historischen Hintergrunds, bettet ihn allerdings in eine rein fiktive Familiensaga ein. Diese spielt in dem englischen Dorf Gomersal, das wiederum ausgerechnet der reale Wohnort der Schriftsteller-Familie Bronté war, die die ersten Bestseller-Autorinnen der Literatur-Geschichte stellte und die die Welt mit schaurig-schönen Schicksalsromanen überschwemmte.

"Berauscht" ist eine wahnwitzige Parodie auf die melodramatischen Schauerromane des 19. Jahrhunderts, "Berauscht" ist etwas für Liebhaber des Grotesken, des Absurden und des Ausufernden.

John Barlow: Berauscht
Übersetzt von Gottfried Röckelein.
Kein & Aber Verlag, 2007.
542 Seiten, 22.80 €.




Montag, 30. Juli

Zugabe


Heute morgen fiel der Startschuss zum großen inoffiziellen Sommerschlussverkauf in der Stadt. Ich denke das wird vor allem die Männer hier freuen dann kriegen sie endlich mal massenweise Frauen zu sehen, die auf Schnäppchenjagd gehen. Mehr als die Hälfte aller Aachener Geschäfte beteiligen sich am SSV. Das hat zumindest der Einzelhandelsverband Aachen-Düren angekündigt. Wenn ihr noch Klamotten, Elektrogeräte oder auch Gartenmöbel für wenig Geld haben wollt: bis zum 11. August habt ihr noch Zeit.

Heute abend wird’s wieder düster im Aoxomoxoa. Da ist wieder der legendäre Blackmonday. Dark Wave, Gothic und Mittelalter haben DJ Dark Silver & Marcus im Gepäck. Los geht’s um 9 uhr im Aoxomoxoa.

Den kunstbegeisterten unter euch lege ich die Ausstellung Jugendstilträume ans Herz. Im Couvenmuseum da könnt ihr euch die Sammlung von Gorgio Silzer angucken. Zum Beispiel Dienstag früh um 10.

Heilige, Heldinnen und Teufelsweiber... bei den Worten bekommt ihr große Augen? Dann nichts wie hin ins Suermondt-Ludwig-Museum. Da gibt’s dann eine Führung zu eben solchen Damen. Mittwoch abend ab 18:30 Uhr.

Tonkultur. So heißt eine musikalische Veranstaluntg im Parkside wo elektronische und spezielle Gäste und Songwriter erwartet werden. Zusammen mit den DJs Elecktrick und Forwart bestimmt ein Hörerlebnis. Mittwoch ab 20 Uhr im Parkside.

Wer wissen will was so in ist bei Zeitungen der sollte die Austellung Zeitungstrends 2007 nicht verpassen. Zu sehen zum Beispiel Donnerstag morgen um 9:30 im internationalen Zeitungsmuseum.

Freitag soll es ja angeblich schön werden draußen. Da ist eine Open-air Lesung doch genau das richtige. In Kornelimünster lesen acht Autoren und Autorinnen aus dem Offenen Autorentreff der Barockfabrik Lyrik und Prosa. Wenn euch die Lese- bzw. die Hörlust packt: best of Barockfabrik, Freitag um 20 Uhr in der ehemaligen Reichsabtei.

Samstag könnt ihr mal afrikanische Kultur zu hören und zu spüren bekommen. Cyrill Neville undTribe 13 liefern einen Mix, der fast alle schwarze Musikrichtungen ehrt. Von Reggae über HipHop bis Funk ist alles vertreten. Schon früh sang Cyrill Neville über politische Versäumnisse und Missstände in New Orleans. Ein Erlebnis der besonderen Art in einer tollen Atmosphäre: Samstag ab 20 Uhr auf der Burg Wilhelmstein.

Montag, 23. Juli 2007

Sendung vom 23. Juli 2007

Detroit Techno Special von Marijke mit unserem Headphunk Man Thorsten Hoffmann: Hier geht's zu Headphunk

Zur Zeit läuft die documenta12 in Kassel, noch bis zum 23. September: Hier geht's zur documenta12


Zugabe - Kulturtipps:

Auf dem Lousberg gemütlich picknicken und dazu noch vorgelesen bekommen. Heute abend habt ihr die einmalige Gelegenheit dazu. Norbert Müller liest Auszüge aus seinem Buch "Easy Deutschland". Humorvoll erzählt er wie seine Protagonisten scheitern aber auch neue Perspektiven für ihr Leben entwickeln. Heute um 20 Uhr an den Säulen auf dem Lousberg.
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Wir sind die Anderen, deswegen legen wir euch heute abend den Alternative Monday im Apollo ans Herz. Auf der Area 1 legt DJ Manni für euch Rock, Grunge, Independent und Cross-Over auf. DJ Muya heizt euch auf der Area 2 mit Punkrock, Indie und Emo ein. Eintritt kostet 2,- € los geht’s um 23 Uhr. Früh da sein lohnt sich, es gibt eine Weizen Happy-Hour von 23-24 Uhr und den ganzen Abend gibt es alle Longdrinks & Cocktails ab 3,- €.

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Neues und bekanntes vom Zufallsprinzip könnt ihr euch morgen ab 12 Uhr im Suermondt-Ludwig Museum angucken. Da sind Werke und Arbeiten von Peter Lacroix ausgestellt. Unter dem Motto „eine andere Sammlung 2“.

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Ihr habt kein Geld für den Urlaub? Lateinamerikanische Rhythmen könnt ihr auch hier in Aachen zu spüren bekommen. Dienstag abend ab 22 Uhr Best of Latino Music im El Sencillito.

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Wer Aachen bei Nacht mal von einer anderen als der Party-Seite kennenlernen will, der kann am Mittwoch eine Nachtwächter Stadtführung mitmachen. Dafür müsst ihr euch aber anmelden unter der Telefonnummer 0241/ 165411.

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Am Mittwoch sagt aber auch AEGEE Goodby Erasmi und gibt ne Party: Eintritt kostet 2€, Cocktails gibt’s ab 3 € und Musik von DJ Jiro. Mittwoch ab 22 Uhr im Apollo.

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Feinste House-Musik und KEIN Elektro gibt’s am Donnerstag in der Tangente. Und das bei freiem Eintritt ab 21 Uhr.

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Am Donnerstag treten auf: hi tereska und Metal Marit im Parkside. hi tereska das ist Punkpop mit deutschen Texten und Metal Marit ist melodischer rock mit einer Prise Pund und einem Augenzwinkern - verträumt, farbenprächtig, rauh. Am Donnerstag um 20:00 im Parkside in der Südstraße.

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Hinter dem vielversprechenden Namen „Sexcuse me“ verbirgt sich eine Ausstellung mit Bildern, Objekten, Shows und Performance. Lasst euch überraschen. Freitag um 18:30 in der Galerie in der Steinkaulstraße 11.

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Und wer richtig viel Musik im Blut hat der kann das am Freitag abend im Coconut Groove unter Beweis stellen. Da steigt die große Karaokeparty. Ab 23 Uhr.

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Sonntag morgen nach durchzechter Nacht ein unvergessliches Frühstück erleben? Kein Problem: Live Brunch im Drehturm auf dem Lousberg hätte ich im Angebot, dazu Pianomusik von Freddy Matulla. Ab 11 Uhr im Drehturm.


Wortsalat - Buchtipps


Lena zieht durch die Welt: ihr Mann und ihr Sohn sind bei einem Attentat getötet worden; sie besitzt nur die Kleider, die sie trägt und hat einen rätselhaften Auftrag.

So reist Lena in dem Comicroman von Pierre Christin (Autor) und Andre Juillard (Ilustrator) durch die Welt – von Berlin über Ungarn, die Ukraine und die Türkei bis nach Syrien. Es geht um dubiose Machenschaften, zweifelhafte Leute und einen teuflischen Plan. Es geht um Terrorismus und Globalisierung, aber es ist kein Action-Thriller. Immer steht die Heldin mit ihrem Leid, ihrer Hoffnung, ihrer Vergangenheit und Zukunft im Mittelpunkt – spannend erzählt mit beeindruckenden, ruhigen – teils melancholischen Bildern.

Pierre Christin und André Juillard: Lenas Reise, Carlsen Verlag, Hamburg, 64 Seiten, Euro 16,00

ISBN 978-3-5517-8645-6

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Guernica“ ist eins der berühmtesten und wie ich finde anrührendsten Bildern von Pablo Picasso. Und dahinter steht eine reale und dramatische Geschichte. Der Bombenangriff der Deutschen auf die gleichnamige baskische Stadt am 26. April 1937. Jetzt ist ein Bildband dazu erschienen – zu der Geschichte des Bildes: eine Bild-Biografie im Sinne des Wortes. Zunächst kaum beachtet wurde das schwarz-weiße Riesengemälde nach und nach zum Inbegriff von Kriegsgier, Schmerz und Leid. Das wusste übrigens auch der frühere US-Außenminister Colin Powell, als er beim Werben für die Irak-Invasion im UN-Sicherheitsrat die hier hängende Kopie des Bildes verhängen ließ.

Bild-Biografie über «Guernica» zum 70. Jahrestag

Gijs van Hensbergen: Guernica, Biografie eines Bildes, Siedler Verlag, München, 416 S., Euro 24,95

ISBN 978-3-88680-866-3

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Und noch mehr Bilder – von bekannten, millionenfach abgelichteten gebäauden.

Empire State Building, Brooklyn Bridge, Eiffelturm – wie kann man die neu darstellen?

Der Japaner Hiroshi Sugimoto hat es versucht. Er fotografiert geziel unscharf. Ein Schleier der Unschärfe legt sich über seine Bilder. Die Form der Architektur tritt hierbei in den Vordergrund, nicht mehr die Details. Form und Proportion versus Detailgenauigkeit, für die Sugimoto in seinen anderen Projekten steht. Sugimoto stellt mit der Unschärfe die charakteristischen Züge der Gebäude heraus – auf einen Schlag.

Altvertrautes neu.

Hiroshi Sugimoto: Architecture, Verlag Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit, 168 S., 65 s/w-Bilder, Euro 58,00

ISBN 978-3-7757-2056-4


Montag, 16. Juli 2007

Sendung vom 16. Juli 2007

In The Cut - Die hohe Kunst des Remix

"Die Geschichte der B-Seite ist eine Geschichte voller Mißverständnisse. Von Labels stiefmütterlich als irgendwie zu füllender, eigentlich aber überflüssiger Platz auf der "falschen Seite" der 12inch betrachtet, führt der Remix ein Schattendasein als Lückenfüller und fünftes Rad am Wagen. Schluß damit! In the Cut liebkost den armen Remix, nimmt die Bearbeitung in die Arme, zeigt, dass Interpretationen mehr sind als Zweitverwertung und ignoriert einfach eben mal das so genannte Original. Das geht. Jawohl."

Mehr Infos im Blog von In The Cut
Die nächste Sendung: Sonntag, 22.07., 20:00 mit Alex und Achim

Platte der Woche

Unsere Platte der Woche: Against Me - New Wave
Die Besprechung gibt es textlich und auditiv zum lesen, hören und runter laden.

Wortsalat - Literatur

Ausführliche Vorstellung von Christian Rickens "Die neuen Spießer. Von der fatalen Sehnsucht nach eine rüberholten Gesellschaft"; erschienen beim Ullstein Verlag, 282 Seiten, 14 Euro.

zu Rickens:
geb. 1971, studierte Journalistik und Wirtschaftswissenschaften an der Universität München und der London School of Economics. Nach drei Jahren als freier Wirtschaftsjournalist, unter anderem für Brand Eins, Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung, arbeitet er seit dem Frühjahr 2000 beim Manager Magazin als Redakteur im Ressort »Trends«.

Christian Rickens »Die neuen Spießer« ist eine furiose Abrechnung mit dem wiederentflammten Spießbürgertum rund um Personen wie Frank Schirrmacher, Eva Hermann, Udo Di Fabio oder auch Peter Hahne. Rickens argumentiert bisweilen polemisch, immer aber gut recherchiert und entlarvt so den Stammtisch im gut situierten (Neo-)Konservatismus mit Verve und Witz. Nebenbei zeigt Rickens auch das Problem der Multiplikatoren und damit den Grund auf, warum Büchern wie Schirrmachers »Minimum« medial so wenig entgegengesetzt wird: Einfache Weisheiten sind leicht zu schlucken und bei weitem nicht so anstrengend wie eigene Recherche.

Interessant ist die wirtschaftsliberale Sichtweise pro Marktöffnung und -liberalisierung Rickens, der auch Autor des Manager Magazins ist. Ein Standpunkt also, von dem aus man diese Gegenschläge nicht erwartet hätte, der aber andererseits nur umso mehr für die Glaubwürdigkeit seiner Argumente spricht.

»Die neuen Spießer« ist ein Buch für alle, die sich nicht mit dem kulturell-politischen Backlash abfinden wollen, der so wortgewandt (Di Fabio, Schirrmacher) oder so geistig schlicht (Hermann, Hahne) allerorten herbeigeredet wird.

Ihr könnt Euch die Buchbesprechung als Podcast Runterladen beim Hochschulradio Aachen.

Zugabe - Kulturtipps

Heute Ein musikalisch-literarischer Abend zu Stefan Zweig mit H. Villa-Lobos Bachianas Brasilieras für 8 Celli 20:00 Uhr Wo: Schloß Rahe in Laurensberg

Heute die Leselust am Lousberg 2007
Frans Budé und Stefan Wieczorek "Erstaunt rollen die Tage ab"
Eintritt: 4,-- Euro
Bei Regenwetter unter Zelten
Gleich die nächste Leselust gibt es am Donnerstag
Norbert Scheuer "Phänomenologie der Provinz"
Das Ganze an den Säulen des Lousbergs und bei Regen gibt es da auch Zelte
Ab 20:00

Morgen Ausstellungseröffnung Zeitungs-Trends 2007
8. ENA European Newspaper Award - im Mittelpunkt dieses europäischen Wettbewerbs steht das Zeitungsdesign. Beteiligt haben sich 187 Zeitungen aus 26 Ländern. Die Hauptpreisträger als "Europe's best Newspaper" wurden in den Kategorien Überregionale Zeitung, Regionalzeitung, Lokalzeitung und Wochenzeitung vergeben.
an 92 Zeitungen wurden in 27 Kategorien "Awards of excellence" vergeben.
Das IZM zeigt in seiner Ausstellung die 4 Hauptpreisträger und ausgewählte Gewinner eines "Award of excellence". Im Internationalen Zeitunsmuseum hier in Aachen

Donnerstag Collegium Instrumentale Halle und Ramon Jaffe am Cello spielen G.F. Händel: Concerto grosso für Streichorchester
J. Haydn: Konzert in C-Dur für Violoncello und Orchester
D. Schostakowitsch: Streichersinfonie Dirigent: Arkadi Marasch A. Im Ballsaal des alten Kurhauses Altes Kurhaus - Ballsaal Info: e

Web: http://www.alteskurhaus-aachen.de


Kontrastprogramm bietet das Monoheidi am Donnerstag: da gibt es Tech House und Minimal mit DJ Alex Valera

Freitag steigt die großev"Halifax-Party" Neben Bier vom Fass werden diverse Cocktails und Longdrinks angeboten und Koteletts und Würstchen vom Grill sollen die nötige Grundlage schaffen. Wie eigentlich jedes Jahr ist das musikalische Highlight eine Live-Band; diesmal gibt’s Rock und Pop von 2Quadrat. Ab 19:00 im Halifax Studentenwohnheim an der Halifaxstraße Ecke Ahornstraße

Samstag ist der dritte Samstag im Monat und das bedeutet: "Schwarzlicht" Aachen, Malteserkeller Musik: Synthie-Pop, Electro, EBM, Independant; mit den DJs CkresAix, Velaskin, Engineer ab 22:00 im Malteserkeller

Am Samstag ist auch wieder der Aachener Gebraucht-Fahrradmarkt rund ums Kármán – Auditorium ab 9:00 morgens

Und Sonntag könnt Ihr etwas über "Die Burg Frankenberg und ihre Geschichte" erfahren bei einer Führung mit Nikola Römer um 11:00


Montag, 9. Juli 2007

Sendung vom 9. Juli 2007

c/o Pop

Vom 15. bis 19. August findet in Köln die c/o Pop statt. Das Interview könnt Ihr Euch als Posdcast auf der Hochschulradio Homepage herunterladen.

Under Construction
Konstantin war bei uns zu Gast und hat seine Sendung "Under Construction" vorgestellt und ein wenig über Minimal Techno geredet.

Zugabe - Kulturtipps

Lust am Lesen? Lust am Zuhören?

Dann könnt Ihr Euch heute in schöner Kulisse dem Lese-Hör-Vergnügen hingeben. Im Rahmen der Leselust 2007 liest heut Christof Leuchter aus „Amelies Abschiede“ ud Harald Claßen fabriziert dazu die passende Musik. An den Säulen des Lousbergs, heute um 20:00 für 4 Euro. Wenns regnet, gibt es auch Zelte.


Brahms in und aus allen Ecken kann man zur Zeit in Aachen hören und erleben.

Im Rahmen der Konzertreihe ''Aachen Brahmst'' führen Chor und Orchester heute folgende Werke von Johannes Brahms auf:
Ave Maria für Frauenchor und Orchester, Op.12
Alt-Rhapsodie für Alt-solo, Männerchor und Orchester, Op.53
Liebeslieder Walzer-Suite: Neun Walzer aus Op.52 und Op.65
Schicksalslied für Chor und Orchester Opus 54
Sinfonie Nr.4 e-Moll, Op.98

Donnerstag in der Kirche St. Elisabeth (Jülicherstr.) um acht. Abendkasse oder Vorverkauf im Musikhaus Hogrebe, in der Mayersche Buchhandlung und beim Asta der RWTH


Am Freitag findet das Kurzfilmfestial vom Hochschulradio Aachen statt, in der Raststätte – mehr dazu in der nächsten halben Stunde hier.

Noch mehr Film könnt Ihr am Samstag erleben beim Stimmfilm, ebenfalls in der Raststätte. Filme vortragen – eine ganz besondere Kunst. Dabei ist der Erzähler Regisseur, Kamera- und Tonmann in Einem und spielt darüber hinaus noch sämtliche Haupt- und Nebenrollen. Durch die individuelle Erzählweise eines jeden kann aus jedem Film ein Meisterwerk werden und selbst bekannte Filme erscheinen einem neu und überraschend. Ob ustig, traurig, sehenswert, Mist, unbekannt oder weltberühmt – es ist alles dabei.

Beim Stimmfilm am Samstag in der Raststätte um viertel nach acht.



Bevor man am Samstag den Tag stimmungsvoll ausklingen lässt, kann man sich tagsüber die volle Dosis Rhythmus geben. Beim Tag der Trommeln. Der Stäx-Rythm-Clown entführt große und kleine Zuschauer auf eine Reise in die Welt des Rhythmus. Ab zwölf Uhr auf dem Markt, dem Hof und dem Münsterplatz.


Und nachmittags treten die Amazones: "Women Master Drummers" im Ludwigfroum auf. Die weibliche Perkussionisten Gruppe "Amazones- Women Master Drummers" geht auf ihre zweite Welttournee. Die Damen aus Guinea laden den Zuschauer mit einer Mischung aus Gesang, Tanz und Trommeln zu einer spektakulären Reise nach Südafrika ein.

Am Samstag um drei Uhr im Ludwigforum, Eintritt 5 Euro


Wortsalat - Literatur

Kind 1364. Ein Lebensborn Kind erinnert sich

Der Lebensborn war ein Lieblingsprojekt von SS-Chef Heinrich Himmler. In den Lebensbornheimen sollten die Herrenmenschen erschaffen werden, eine arische Elite der Zukunft heran gezogen werden. Die kleine Heilwig ist so ein Lebensborn-Kind und hat schwer daran zu tragen bis heute. Himmler besucht seine Heime regelmäßig und im Heim in Steinhörig fällt ihm Eleonore auf - blond, schlank, ebenmäßig. Er sendet ihr seinen Stellvertreter Oswald Pohl und die Rechnung geht auf. Die beiden heiraten 1942 und Oswald Pohl adoptiert die kleine Heilwig. Bis Kriegsende führt die Familie ein privilegiertes Leben. Oswald Pohl ist bei der SS für die Arbeitseinsätze der KZ-Häftlinge zuständig. Nach dem Krieg wird er in Nürnberg wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt. Am 7. Juni 1951 wird er hingerichtet.

Wie mit so einer Familiengeschichte leben? Von Schweigen und Schuldgefühlen war Heilwigs Leben durchdrungen. Behaftet behaftet mit diesem Makel, für den sie nichts kann und der sie doch bis heute belastet. Die Familie versucht, ein normales Leben zu führen. Über die Vergangenheit im Lebensborn und die Schuld des Vaters wird hatnäckig geschwiegen.

Dorothee Schmitz-Köster
"Kind l 364"
Eine Lebensborn-Familiengeschichte
gebunden, 288 Seiten
19,90 Euro
Rowohlt Berlin
(noch nicht erschienen, voraussichtlich im Juli 2007)

Leben ohne Öl? So langsam müssen wir uns das mal vorstellen. Und das tut Andreas Eschbach. In seinem Roman „Ausgebrannt“ geht es um Erdöl und die USA, um unsere Abhängigkeit vom Öl und um unsere Abhängigkeit von der Macht. Der Roman ist präzise recherchiert und deswegen sind die scheinbar abenteuerlichsten Elemente dieses Science-in-fiction-Thrillers wahr. Wahr ist wohl auch, dass nicht nur die Scheichs in den arabischen Ländern die Bösen sind, sondern wir selbst.

Andreas Eschbach: "Ausgebrannt", erschienen im Lübbe Verlag. 752 Seiten, 19,95

Liebesgeschichten zu dritt. Ein Stoff, aus dem Träume und Alpträume sind – und Romane. Am Anfang ist es immer spannend, schön und euphorisch – aber schnell wünscht man sich, dass es wieder so wird, wie es einmal war. Rosemarie, Roland und Jim geht es in Arnold Stadlers Roman nicht anders.

Arnold Stadler erhielt den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und den Georg Büchner-Preis. Lesenswert.

Arnold Stadler: Komm, gehen wir. S. Fischer Verlag, 395 Seiten, 18,90


Der mit 15 000 Euro dotierte Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil geht in diesem Jahr an den irakischen Kurden Sherko Fatah. Er erhält die Auszeichnung für seine Romane «Im Grenzland» und «Onkelchen».

Die Jury würdigte Fatah für seine «eindrucksvolle Schilderung von Gewalt, Krieg und das Grenzgängertum zwischen den Welten». Fatah wurde 1964 in Ost-Berlin als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen geboren, wuchs in der DDR auf und kam 1975 nach Westdeutschland. Er lebt heute als freier Autor in Berlin.

Im Grenzland und Onkelchen von Sherko Fatah sind erschienen bei Jung und Jung





Wortsalat vom 9. Juli 2007

Kind 1364. Ein Lebensborn Kind erinnert sich

Der Lebensborn war ein Lieblingsprojekt von SS-Chef Heinrich Himmler. In den Lebensbornheimen sollten die Herrenmenschen erschaffen werden, eine arische Elite der Zukunft heran gezogen werden. Die kleine Heilwig ist so ein Lebensborn-Kind und hat schwer daran zu tragen bis heute. Himmler besucht seine Heime regelmäßig und im Heim in Steinhörig fällt ihm Eleonore auf - blond, schlank, ebenmäßig. Er sendet ihr seinen Stellvertreter Oswald Pohl und die Rechnung geht auf. Die beiden heiraten 1942 und Oswald Pohl adoptiert die kleine Heilwig. Bis Kriegsende führt die Familie ein privilegiertes Leben. Oswald Pohl ist bei der SS für die Arbeitseinsätze der KZ-Häftlinge zuständig. Nach dem Krieg wird er in Nürnberg wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt. Am 7. Juni 1951 wird er hingerichtet.

Wie mit so einer Familiengeschichte leben? Von Schweigen und Schuldgefühlen war Heilwigs Leben durchdrungen. Behaftet behaftet mit diesem Makel, für den sie nichts kann und der sie doch bis heute belastet. Die Familie versucht, ein normales Leben zu führen. Über die Vergangenheit im Lebensborn und die Schuld des Vaters wird hatnäckig geschwiegen.

Dorothee Schmitz-Köster
"Kind l 364"
Eine Lebensborn-Familiengeschichte
gebunden, 288 Seiten
19,90 Euro
Rowohlt Berlin
(noch nicht erschienen, voraussichtlich im Juli 2007)

Leben ohne Öl? So langsam müssen wir uns das mal vorstellen. Und das tut Andreas Eschbach. In seinem Roman „Ausgebrannt“ geht es um Erdöl und die USA, um unsere Abhängigkeit vom Öl und um unsere Abhängigkeit von der Macht. Der Roman ist präzise recherchiert und deswegen sind die scheinbar abenteuerlichsten Elemente dieses Science-in-fiction-Thrillers wahr. Wahr ist wohl auch, dass nicht nur die Scheichs in den arabischen Ländern die Bösen sind, sondern wir selbst.

Andreas Eschbach: "Ausgebrannt", erschienen im Lübbe Verlag. 752 Seiten, 19,95

Liebesgeschichten zu dritt. Ein Stoff, aus dem Träume und Alpträume sind – und Romane. Am Anfang ist es immer spannend, schön und euphorisch – aber schnell wünscht man sich, dass es wieder so wird, wie es einmal war. Rosemarie, Roland und Jim geht es in Arnold Stadlers Roman nicht anders.

Arnold Stadler erhielt den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und den Georg Büchner-Preis. Lesenswert.

Arnold Stadler: Komm, gehen wir. S. Fischer Verlag, 395 Seiten, 18,90


Der mit 15 000 Euro dotierte Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil geht in diesem Jahr an den irakischen Kurden Sherko Fatah. Er erhält die Auszeichnung für seine Romane «Im Grenzland» und «Onkelchen».

Die Jury würdigte Fatah für seine «eindrucksvolle Schilderung von Gewalt, Krieg und das Grenzgängertum zwischen den Welten». Fatah wurde 1964 in Ost-Berlin als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen geboren, wuchs in der DDR auf und kam 1975 nach Westdeutschland. Er lebt heute als freier Autor in Berlin.

Im Grenzland und Onkelchen von Sherko Fatah sind erschienen bei Jung und Jung

Zugabe vom 9. Juli 2007

Lust am Lesen? Lust am Zuhören?

Dann könnt Ihr Euch heute in schöner Kulisse dem Lese-Hör-Vergnügen hingeben. Im Rahmen der Leselust 2007 liest heut Christof Leuchter aus „Amelies Abschiede“ ud Harald Claßen fabriziert dazu die passende Musik. An den Säulen des Lousbergs, heute um 20:00 für 4 Euro. Wenns regnet, gibt es auch Zelte.


Brahms in und aus allen Ecken kann man zur Zeit in Aachen hören und erleben.

Im Rahmen der Konzertreihe ''Aachen Brahmst'' führen Chor und Orchester heute folgende Werke von Johannes Brahms auf:
Ave Maria für Frauenchor und Orchester, Op.12
Alt-Rhapsodie für Alt-solo, Männerchor und Orchester, Op.53
Liebeslieder Walzer-Suite: Neun Walzer aus Op.52 und Op.65
Schicksalslied für Chor und Orchester Opus 54
Sinfonie Nr.4 e-Moll, Op.98

Donnerstag in der Kirche St. Elisabeth (Jülicherstr.) um acht. Abendkasse oder Vorverkauf im Musikhaus Hogrebe, in der Mayersche Buchhandlung und beim Asta der RWTH


Am Freitag findet das Kurzfilmfestial vom Hochschulradio Aachen statt, in der Raststätte – mehr dazu in der nächsten halben Stunde hier.

Noch mehr Film könnt Ihr am Samstag erleben beim Stimmfilm, ebenfalls in der Raststätte. Filme vortragen – eine ganz besondere Kunst. Dabei ist der Erzähler Regisseur, Kamera- und Tonmann in Einem und spielt darüber hinaus noch sämtliche Haupt- und Nebenrollen. Durch die individuelle Erzählweise eines jeden kann aus jedem Film ein Meisterwerk werden und selbst bekannte Filme erscheinen einem neu und überraschend. Ob ustig, traurig, sehenswert, Mist, unbekannt oder weltberühmt – es ist alles dabei.

Beim Stimmfilm am Samstag in der Raststätte um viertel nach acht.



Bevor man am Samstag den Tag stimmungsvoll ausklingen lässt, kann man sich tagsüber die volle Dosis Rhythmus geben. Beim Tag der Trommeln. Der Stäx-Rythm-Clown entführt große und kleine Zuschauer auf eine Reise in die Welt des Rhythmus. Ab zwölf Uhr auf dem Markt, dem Hof und dem Münsterplatz.


Und nachmittags treten die Amazones: "Women Master Drummers" im Ludwigfroum auf. Die weibliche Perkussionisten Gruppe "Amazones- Women Master Drummers" geht auf ihre zweite Welttournee. Die Damen aus Guinea laden den Zuschauer mit einer Mischung aus Gesang, Tanz und Trommeln zu einer spektakulären Reise nach Südafrika ein.

Am Samstag um drei Uhr im Ludwigforum, Eintritt 5 Euro

Mittwoch, 4. Juli 2007

Zugabe, 02.07.2007

„Geheimnis Weltall". Unter diesem Thema könnt ihr euch um die 600 Exponate m Eurogress angucken. Darunter sind Gesteinsbrocken von Meteoriten, 3D-Animationen, Teleskope, und faszinierende Bilder und Filme. Die Fotografien und Filme sind von Astrofotograf Sebastian Voltmer. Der ist schon in der ganzen Welt herumgereist, immer mit dem Willen: Planeten, Sterne und Monde mit seinem Teleskop zu erhaschen. Die Ausstellung könnt ihr euch bis zum 9. September täglich von 10 bis 18 Uhr im Eurogress angucken.

Das DasDa Theater bringt Antigone auf die Bühne bzw. auf die Burg. Diese Tragödie von Sophokles hat wahrscheinlich jeder 2. von euch in der Schule lesen müssen. Zurückversetzen lassen in die Schulzeit könnt ihr euch Dienstag um 21 Uhr auf der Burg Frankenstein.

Psychedelic Revolution. So heißt der neue Film von Christoph Dreher. Er geht über die '67er - gemeinsames Fernseh gucken und Musik hören. Am Dienstag um 21 Uhr in der Raststätte, Eintritt ist frei.

Und jetzt was in eigener Sache: Scheibenreiben, das macht unser Hochschulradio Reggae-DJ Philipp Trotter zusammen mit dem Benjamin Schell aus Blaixplosion. Setzt euch dazu, trinkt ein Bierchen und werdet glücklich. Mittwoch um 21 Uhr im Dumont. Eintritt ist natürlich frei.

Im Rahmen von „Aachen Brahmst“ spielt das Aachener Studentenorchester Elgar: ein Konzert für Cello und Orchester und Brahms: Serenade Nr.1. Geleitet wird das ganze von Christian Schmitz. Karten kosten 7 Euro, ermäßigt 3,50. Los geht’s am Donnerstag um 20 Uhr in der Kirche St. Elisabeth.

30 Jahre KaWo1 das muss mit einem riesigen Sommerfest gefeiert werden. Ab 18 Uhr gibt es 100 Liter Freibier. Und von 20h – 21h könnt ihr bei der Cocktail-Happy-Hour ordentlich reinhauen. Musik gibt’s natürlich auch: von 3 Aachener Live-Bands. Grapevine spielen eine Mischung aus Funk, Rock, Pop und Jazz. Bei New Noise Crisis erlebt ihr dass die Kombination von Gesang, Shouts und harten Gitarrenriffs nicht gleich Nu-Metal sein muss. Aber auch die Top-Hits der 70'er bis 90'er kommen nicht zu kurz: gespielt werden sie von der Coverband On the rocks. Danach kann dann die Tanzfläche zu DJ Marius’ Platten gerockt werden. Für euer leibliches Wohl ist auch gesorgt: Spanferkel, Steaks und Würstchen vom Grill sorgen für die richtige Grundlage für den anschließenden Bullriding-Contest. Das Sommerfest des KAWo, Freitag ab 18 Uhr im Kastanienweg 4-6.

Montag, 2. Juli 2007

Wortsalat, 2. Juli 2007

Bachmann-Preis

Lutz Seiler ist der diesjährige Bachmann Preisträger.

Der Ingeborg-Bachmann-Preis, jährlich in Klagenfurt in einer mehrtägigen Live-Veranstaltung ermittelt, gilt als eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen im gesamten deutschsprachigen Raum. In einem dreitägigen Lese-Marathon, in dem 18 vorausgewählte Bewerber/innen nacheinander antreten, um das Saalpublikum sowie insbesondere die neunköpfige Fach-Jury in Klagenfurt von der Qualität ihrer Texte zu überzeugen, werden jährlich die Preisträger des Ingeborg-Bachmann-Preises und anderer, im Rahmen der Veranstaltung Tage der deutschsprachigen Literatur vergebener Preise, ermittelt. Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Ijoma Mangold, einer der Juroren begründete seine Entscheidung so: "Ich stimme für Lutz Seiler und damit für einen Text, der mit der Kraft der lyrischen Geschmacksverstärkung, die Körper, die Länder, ihre Geschichten und Mythologien im ratternden Rhythmus der Turksib aufeinander prallen lässt.“

Die Turksib, das ist eine Eisenbahn quer durch Kasachstan. Und davon handelt Seilers Erzählung, mit der er die Jury überzeugen konnte: von einer winterlichen Zugfahrt durch radioaktiv verseuchte Gebiete in Kasachstan.

Lutz Seiler wurde am 8. Juni 1963 in Gera in Thüringen geboren. Er absolvierte eine Lehre als Baufacharbeiter und arbeitete als Zimmermann und Maurer, bevor er in Halle und dann Berlin Germanistik studierte. Zur Literatur war er nach eigenen Angaben erst gekommen, als er den Wehrdienst in der DDR-Armee ableistete. Ausschlaggebend, so erzählt er selbst, sei eine Begegnung mit Gedichten von Peter Huchel gewesen. In seinen eigenen Gedichten beschäftigt er sich immer wieder mit seiner Kindheit, die eng verknüpft ist mit der Atmosphäre des Uran-Bergbaus: Sein Heimatdorf Culmitzsch wurde Opfer des Bergbaus.


Den Text kann man sich runterladen auf der Homepage des Bachmann-Wettbewerbes: http://bachmannpreis.orf.at

Zugabe, 2. Juli 2007

Zugabe - Kulturtipps

Künstlerpaare

Liebe zwischen Künstlern – eine schwierige Angelegenheit: voll von himmelhochjauchzend und zutodebetrübt – Höhenflüge und Abstürze; Skandale und Geschichten. Diesem Thema widmet sich eine interdisziplinäre Ausstellung im Zeitungsmuseum Aachen, bestehend aus Mode-Design, Tanz, Ausstellung und Lesung. Alles dreht sich um das Leben berühmter Künstlerpaare im Spiegel der Medien. «Liebenskünste – Künstlerlieben» so heißt dieses Projekt und präsentiert 15 berühmet Künstlerpaare, wobei Bonnie und Clyde hier zu den Künstlern gezählt werden. John Lennon und Yoko Ono oder Marquis und Madame de Sade, Auguste Rodin und Camille Claude, das Malerpaar Pollock und Krasner...das sind unter anderem die Paare, deren Lieben und Leiden man nacherleben kann.


Die Ausstellung «Liebenskünste - Künstlerlieben» ist bis 13, Juli im Zeitungsmuseum an der Pontstraße dienstags bis freitags, 9.30 Uhr bis 17 Uhr, zu sehen

Sendung vom 2. Juli 2007

Zugabe - Kulturtipps

Künstlerpaare

Liebe zwischen Künstlern – eine schwierige Angelegenheit: voll von himmelhochjauchzend und zutodebetrübt – Höhenflüge und Abstürze; Skandale und Geschichten. Diesem Thema widmet sich eine interdisziplinäre Ausstellung im Zeitungsmuseum Aachen, bestehend aus Mode-Design, Tanz, Ausstellung und Lesung. Alles dreht sich um das Leben berühmter Künstlerpaare im Spiegel der Medien. «Liebenskünste – Künstlerlieben» so heißt dieses Projekt und präsentiert 15 berühmet Künstlerpaare, wobei Bonnie und Clyde hier zu den Künstlern gezählt werden. John Lennon und Yoko Ono oder Marquis und Madame de Sade, Auguste Rodin und Camille Claude, das Malerpaar Pollock und Krasner...das sind unter anderem die Paare, deren Lieben und Leiden man nacherleben kann.

Die Ausstellung «Liebenskünste - Künstlerlieben» ist bis 13, Juli im Zeitungsmuseum an der Pontstraße dienstags bis freitags, 9.30 Uhr bis 17 Uhr, zu sehen
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Wortsalat - Literatur

Bachmann-Preis

Lutz Seiler ist der diesjährige Bachmann Preisträger.

Der Ingeborg-Bachmann-Preis, jährlich in Klagenfurt in einer mehrtägigen Live-Veranstaltung ermittelt, gilt als eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen im gesamten deutschsprachigen Raum. In einem dreitägigen Lese-Marathon, in dem 18 vorausgewählte Bewerber/innen nacheinander antreten, um das Saalpublikum sowie insbesondere die neunköpfige Fach-Jury in Klagenfurt von der Qualität ihrer Texte zu überzeugen, werden jährlich die Preisträger des Ingeborg-Bachmann-Preises und anderer, im Rahmen der Veranstaltung Tage der deutschsprachigen Literatur vergebener Preise, ermittelt. Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Ijoma Mangold, einer der Juroren begründete seine Entscheidung so: "Ich stimme für Lutz Seiler und damit für einen Text, der mit der Kraft der lyrischen Geschmacksverstärkung, die Körper, die Länder, ihre Geschichten und Mythologien im ratternden Rhythmus der Turksib aufeinander prallen lässt.“

Die Turksib, das ist eine Eisenbahn quer durch Kasachstan. Und davon handelt Seilers Erzählung, mit der er die Jury überzeugen konnte: von einer winterlichen Zugfahrt durch radioaktiv verseuchte Gebiete in Kasachstan.

Lutz Seiler wurde am 8. Juni 1963 in Gera in Thüringen geboren. Er absolvierte eine Lehre als Baufacharbeiter und arbeitete als Zimmermann und Maurer, bevor er in Halle und dann Berlin Germanistik studierte. Zur Literatur war er nach eigenen Angaben erst gekommen, als er den Wehrdienst in der DDR-Armee ableistete. Ausschlaggebend, so erzählt er selbst, sei eine Begegnung mit Gedichten von Peter Huchel gewesen. In seinen eigenen Gedichten beschäftigt er sich immer wieder mit seiner Kindheit, die eng verknüpft ist mit der Atmosphäre des Uran-Bergbaus: Sein Heimatdorf Culmitzsch wurde Opfer des Bergbaus.

Den Text kann man sich anschauen und natürlich lesen auf der Homepage des Bachmann-Wettbewerbes: http://bachmannpreis.orf.at

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Musik und Literatur

Bobo – Lieder von Liebe und Tod

In Deutschland ist das mit den Volksliedern ja so ein Ding. Kennen tut sie jeder, aber singen will sie keiner – das wird dann gleich in die Schlagerecke gestellt. Jetzt gibt es aber eine CD, mit der man sich absolut ohne schlechtes Gewissen und mit Herzenslust deutschen Volksliedern und Texten von deutschen Dichtern hingeben kann. „Lieder von Liebe und Tod“ heißt die CD und gemacht hat sie Bobo zusammen mit dem Theatermusiker Sebastian Herzfeld und der Musikerin Anne Kaftan.

Rausgebracht hat die Platte das kleine Label „Traumton“.

Irgendwo zwischen Folk, Jazz und Experimental liegen die Kompositionen von Herzfeld – sehr intim, sehr intensiv. Christiane „Bobo“ Hebolds Stimme – sehr zart, aber auch sehr markant, glockenhell – wird hier in ihrer ganzen Bandbreite gefordert. Es ist ein wirkliches Herzensprojekt, an das sich die Berliner Ausnahmesängerin Bobo (In White Wooden Houses) und der Theatermusiker Sebastian Herzfeld da gewagt haben. Und es geht auch direkt ins Herz des Hörers...