Montag Abend könnt ihr euch im Rahmen der Reihe Allerweltskino im Apollo den Film „Daratt“ anschauen. In dem Film „Daratt“ des tschadischen Regisseurs Haroun geht es um den 16jährigen Atim. Atim wird von seinem Großvater mit einem Revolver losgeschickt. Atim soll damit Nassara, den Mörder seines Vaters umbringen. Doch aus der Begegnung mit Nassara entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Atim und Nassara. So lebt Atim hin- und hergerissen zwischen dem Tötungsauftrag seines Großvaters und seinem Zutrauen zu Nassara und treibt der Katastrophe unaufhaltsam entgegen. Im Rahmen der Reihe Allerweltskino „Daratt“, Montag Abend, 20 Uhr im Apollo.
Die Asta-Kultur präsentiert euch am Dienstag Abend im Malteserkeller die Autorin Katinka Buddenkotte. Katinka Buddenkotte ließt aus ihrem Buch „Ich hatte sie alle“. Bei der Lesung könnt ihr euch auf die Schilderung der Absurditäten des täglichen Lebens wie erste Knutscherfahrungen im Hobbykeller freuen. Lesung von Katinka Buddenkotte „Ich hatte sie alle“, am Dienstag Abend, um 20 Uhr im Malteserkeller. Präsentiert wird die Lesung von der Asta-Kultur.
Am Mittwoch Abend könnt ihr euch im Theater K das Stück „Die Wanze“ von Paul Shipton anschauen. „Die Wanze“ ist ein Insektenkrimi und mit einer verrückten Geschichte. Ein Privatdedektiv soll einen verschwundenen Ohrenkneifer suchen. Doch der Job ist lebensgefährlich. Der Garten wird zum Tatort und Wespenkillerkommando und stotternde Zuckerjunkies aus der Familie der Stubenfliegen erschweren die Suche des Privatdedektiv nach dem verschwundenen Ohrenkneifer enorm. „Die Wanze“, Insektenkrimi von Paul Shipton, am Mittwoch Abend, um 20 Uhr, im Theater K.
Im AZ spielen am Donnerstag Abend Eminince. Die Mitglieder der Band Eminence stammen aus Brasilien und sind auch hierzulande für ihre metallastige Musik bekannt. Um 21 Uhr könnt ihr euch im AZ von dem Können von Eminence selbst überzeugen. Eminence, am Donnerstag Abend, um 21 Uhr, im AZ in Aachen.
Am Freitag Abend gibt’s eine szenische Krimi-Lesung in Anlehnung an das Buch „Willenbrock“ beim Mörgens Spezial Aachen liest. „Willenbrock“ von dem Autor Christoph Hein ist die Geschichte von dem Gebrauchtwagenhändler Bernd Willenbrock. Bernd Willenbrock wird Opfer von Diebstahl und Gewalt. Doch Polizei und Gerichte lassen ihn im Stich und er greift mit dem Zitat „Meine Smith & Wesson schützt mich beser als die Verfassung“ selbst zur Waffe. Im Rahmen von Mörgens Spezial Aachen liest, szenische Krimi-Lesung in Anlehnung an das Buch Willenbrock von Christoph Hein, am Freitag Abend, um 21 Uhr, im Mörgens in Aachen.
Einen geführten Spaziergang könnt ihr am Sonntag Nachmittag über den Lousberg machen. Gertrud Schiffers von Stadtbekannt & Co führt euch über den Lousberg und erzählt euch alles Wissenswerte über den höchsten Berg in Aachen. Treffpunkt ist das Teufelsdenkmal am Lousberg um 14 Uhr. Geführter Lousberg-Spaziergang mit Gertrud Schiffers von Stadtbekannt & Co, am Sonntag Nachmittag, um 14 Uhr. Startpunkt ist das Teufelsdenkmal am Lousberg.
Am Sonntag Abend könnt ihr euch in der Monoheidi von dem anstrengenden Halloween Wochenende erholen. Im Monoheidi könnt ihr bei Käse und Wein entspannter Jazz-Musik lauschen. „Käse und Wein“, am Sonntag Abend, um 19 Uhr, in der Monoheidi, in Aachen.
Montag, 27. Oktober 2008
Missy - neues Popkulturmagazin für Frauen
Es gibt ein neues Popkulturmagazin für Frauen, das zurzeit aber auch gleichzeitig das einzige Popkulturmagazin für Frauen auf dem Printmarkt ist. Als ich das mitbekommen habe, war ich schon neugierig. Doch dann las ich auch den Titel und der ließ auf meiner Seite keine Begeisterung aufkommen. Wer nennt denn ein Magazin, mit dem der Anspruch erhoben werden soll, kein typisches Frauenmagazin zu sein „Missy“?
Durch den Titel unterscheidet sich „Missy“ so schon mal überhaupt nicht von den anderen Magazinen für Frauen, deren Titel krampfhaft versuchen einen Bezug zu ihrer weiblichen Leserschaft herzustellen. „Missy“ soll wahrscheinlich frech klingen. Ich finde es klingt eher nach: den Herausgebern ist nichts Besseres eingefallen. Dabei möchten die Macherinnen von „Missy“ ein Magazin herausgeben, dass nicht voll mit Antifaltencremewerbung ist und sich die Berichterstattung auf die Vorteile von dieser und jener Haarcoloration beschränkt. Bei den Printmagazinen für Frauen füllen die Tests und Beschreibungen von Schönheitsprodukten sonst fast über die Hälfte des Magazins und wenn nicht darüber geschrieben wird, dann wird man oder in diesem Fall besser die Frau durch mehrseitige Anzeigen diverser Kosmetikhersteller in regelmäßigen Abständen daran erinnert, warum sie das Magazin gekauft hat. Dahinter steckt ja wie immer das liebe Geld. Je mehr Werbekunden, desto besser und gesicherter die Finanzierung. Da die Werbekunden natürlich keine negative Vorstellung ihres Produkts wünschen, sind natürlich alle Produkte super toll. Missy liegt eine andere Finanzierungsstrategie zugrunde.
Die Herausgeberinnen Sonja Eismann, Stefanie Lohaus und Chris Köver haben eine Konzept entwickelt und damit dann einen Förderpreis beim Musik- und Videoportal Hobnox.tv gewonnen. So konnten sie das Magazin erst mal finanzieren. Natürlich gibt es auch Anzeigen in dem Magazin, aber die dominieren nicht das Gesamtbild und passen sich dem Konzept von Missy an. Anzeigenkunden wie Buchhandlungen oder auch Elektronikherstellern, die auf der Suche nach weiblichen Führungskräften sind und so gleichzeitig etwas für ihr Image tun möchten, nutzen Misy als Werbefläche.
Inhaltlich bietet Missy eine große thematische Bandbreite. Es gibt globale politische Themen wie Berichte über die Sprayerin Faith 47, die mit ihren Graffitis gegen den Rassismus gegen Schwarze und Frauen in Südafrika kämpft oder die libanesische Zeitungsverlegerin Nayla Tueni, die mit ihrem liberalen Zeitungsverlag gegen den Fundamentalismus im Libanon anschreibt. Es gibt auch eine Modestrecke, nur ist die den ruhigeren, eher gedeckteren Farben des Magazins angepasst und eben nur ein kleiner Teil des Gesamtkonzepts. Sexthemen sind auch vorhanden, zum Beispiel eine Reportage über den Einkauf des richtigen Vibrators im Sexshop.
Die Musik-, Film- und Buchvorstellungen beschäftigen sich ausschließlich mit Frauen. Aber nicht so Sachen, die mit dem Etikett freche Frauen versehen sind, sondern Titel mit Anspruch und fern vom Mainstream. Um die Frage zu beantworten, die sich unweigerlich bei so einem Projekt aufgrängt: Ja, Missy erhebt einen feministischen Anspruch. Alleine schon dadurch das vorne unter dem Titel Missy Popkultur für Frauen steht. Die feministische Grundhaltung ist Bestandteil des Magazins, driftet aber nicht ins Aggressive ab. Obwohl eine Kampfansage ist Missy schon. Die Macherinnen schreiben nämlich im Vorwort „Wenn Popkultur-Journalismus ein Spielplatz ist, dann sind 80 Prozent dieses Spielplatzes von Jungs besetzt. Wir hatten keine Lust mehr, den Jungs immer nur beim Spielen zuzusehen, wir wollten selbst spielen.“ Bis auf die fatale Entscheidung dem Magazin den Namen Missy zu geben, ist das neue und erste Popkulturmagazin für Frauen durchaus gelungen.
Man merkt der ersten Ausgabe aber auch an, dass die Machereinnen von Missy aufgrund der großen thematischen Bandbreite versuchen, ein möglichst großes Zielpublikum anzusprechen, was ja durchaus schlau durchdacht ist. Man verliert sich aber etwas in dem Magazin und es ist mit Spannung aber auch mit Vorfreude zu erwarten, was die nächste Ausgabe der Missy zu bieten haben wird.
Missy könnt ihr am Kiosk für 3,80 Euro erwerben.
(Katinka Müller)
Durch den Titel unterscheidet sich „Missy“ so schon mal überhaupt nicht von den anderen Magazinen für Frauen, deren Titel krampfhaft versuchen einen Bezug zu ihrer weiblichen Leserschaft herzustellen. „Missy“ soll wahrscheinlich frech klingen. Ich finde es klingt eher nach: den Herausgebern ist nichts Besseres eingefallen. Dabei möchten die Macherinnen von „Missy“ ein Magazin herausgeben, dass nicht voll mit Antifaltencremewerbung ist und sich die Berichterstattung auf die Vorteile von dieser und jener Haarcoloration beschränkt. Bei den Printmagazinen für Frauen füllen die Tests und Beschreibungen von Schönheitsprodukten sonst fast über die Hälfte des Magazins und wenn nicht darüber geschrieben wird, dann wird man oder in diesem Fall besser die Frau durch mehrseitige Anzeigen diverser Kosmetikhersteller in regelmäßigen Abständen daran erinnert, warum sie das Magazin gekauft hat. Dahinter steckt ja wie immer das liebe Geld. Je mehr Werbekunden, desto besser und gesicherter die Finanzierung. Da die Werbekunden natürlich keine negative Vorstellung ihres Produkts wünschen, sind natürlich alle Produkte super toll. Missy liegt eine andere Finanzierungsstrategie zugrunde.
Die Herausgeberinnen Sonja Eismann, Stefanie Lohaus und Chris Köver haben eine Konzept entwickelt und damit dann einen Förderpreis beim Musik- und Videoportal Hobnox.tv gewonnen. So konnten sie das Magazin erst mal finanzieren. Natürlich gibt es auch Anzeigen in dem Magazin, aber die dominieren nicht das Gesamtbild und passen sich dem Konzept von Missy an. Anzeigenkunden wie Buchhandlungen oder auch Elektronikherstellern, die auf der Suche nach weiblichen Führungskräften sind und so gleichzeitig etwas für ihr Image tun möchten, nutzen Misy als Werbefläche.
Inhaltlich bietet Missy eine große thematische Bandbreite. Es gibt globale politische Themen wie Berichte über die Sprayerin Faith 47, die mit ihren Graffitis gegen den Rassismus gegen Schwarze und Frauen in Südafrika kämpft oder die libanesische Zeitungsverlegerin Nayla Tueni, die mit ihrem liberalen Zeitungsverlag gegen den Fundamentalismus im Libanon anschreibt. Es gibt auch eine Modestrecke, nur ist die den ruhigeren, eher gedeckteren Farben des Magazins angepasst und eben nur ein kleiner Teil des Gesamtkonzepts. Sexthemen sind auch vorhanden, zum Beispiel eine Reportage über den Einkauf des richtigen Vibrators im Sexshop.
Die Musik-, Film- und Buchvorstellungen beschäftigen sich ausschließlich mit Frauen. Aber nicht so Sachen, die mit dem Etikett freche Frauen versehen sind, sondern Titel mit Anspruch und fern vom Mainstream. Um die Frage zu beantworten, die sich unweigerlich bei so einem Projekt aufgrängt: Ja, Missy erhebt einen feministischen Anspruch. Alleine schon dadurch das vorne unter dem Titel Missy Popkultur für Frauen steht. Die feministische Grundhaltung ist Bestandteil des Magazins, driftet aber nicht ins Aggressive ab. Obwohl eine Kampfansage ist Missy schon. Die Macherinnen schreiben nämlich im Vorwort „Wenn Popkultur-Journalismus ein Spielplatz ist, dann sind 80 Prozent dieses Spielplatzes von Jungs besetzt. Wir hatten keine Lust mehr, den Jungs immer nur beim Spielen zuzusehen, wir wollten selbst spielen.“ Bis auf die fatale Entscheidung dem Magazin den Namen Missy zu geben, ist das neue und erste Popkulturmagazin für Frauen durchaus gelungen.
Man merkt der ersten Ausgabe aber auch an, dass die Machereinnen von Missy aufgrund der großen thematischen Bandbreite versuchen, ein möglichst großes Zielpublikum anzusprechen, was ja durchaus schlau durchdacht ist. Man verliert sich aber etwas in dem Magazin und es ist mit Spannung aber auch mit Vorfreude zu erwarten, was die nächste Ausgabe der Missy zu bieten haben wird.
Missy könnt ihr am Kiosk für 3,80 Euro erwerben.
(Katinka Müller)
Dienstag, 21. Oktober 2008
Theater Kristall spielt "Über die Schädlichkeit des Tabaks", "Der Heiratsantrag" und "Der Bär" von Anton Tschechov
Wie tückisch die Liebe sein kann, hat am Wochenende die Theatergruppe “Theater Kristall“ im Theater 99 gezeigt: Drei Einakter von Anton Tschechov, mit Verzweiflung, Wut und viel Liebe hintereinander weggespielt.
Was tut ein Wissenschaftler (herrlich zerzaust: Dr. Karl Schulz), wenn seine Frau ihn dazu verdammt, einen Vortrag „über die Schädlichkeit des Tabaks“ zu halten, obwohl er selbst starker Raucher ist? Natürlich: er nutzt die Gelegenheit, kurzzeitig Reißaus zu nehmen, dem Publikum sein Leid zu klagen und über seine Frau herzuziehen. Schließlich hat er über 30 Jahre unter ihrer Fuchtel gestanden. Verraten wird ihn niemand.
Ute Pöhler an der Violine und Dr. Siegfried Kruse am Klavier leiteten durch die Umbaupausen und stimmten auf das nächste Stück ein. „Der Heiratsantrag“, der nicht ausgesprochen wird, weil sich das angehende Paar darüber in die Wolle bekommt, welcher Hund denn nun der bessere ist oder wem die Ochsenwiesen gehören. Dabei wäre doch alles so einfach, wenn da nicht noch die Herzbeschwerden und die zuckende Hüfte des Göttergatten wären. Gehrt Hartjen spielt den aufgebrachten Ehemann Ivan Vassiljewitsch so übertrieben, dass kein Auge trocken bleibt. Man möchte am liebsten die Bühne stürmen und die angehende Braut Natalja Stephanova (genial zickig auf ihrem Recht beruhend: Angela Wiesenthal) tatkräftig unterstützen.
Begleitet von Portnoffs Melodie der Russischen Fantasie geht der Vorhang ein drittes Mal auf. „Der Bär“ von Tschechov lässt Großes vermuten. Eine Witwe hat sich vorgenommen, ihr Haus nicht mehr zu verlassen. In mehrere Schichten schwarzes Trauergewand gehüllt sitzt sie da und bemitleidet sich selbst. Ist nur die Frage, warum sie das Haus nicht mehr verlässt. Aus Trauer, oder aus Angst vor all den Menschen, denen ihr Mann noch Geld schuldet? Einer lässt sich nicht so leicht vom Diener (großartig in lila Pumphose und Kniestrümpfen: Bernd Magdsick) abwimmeln. Morgen ist Zahltag und er will nicht eher gehen, bis er sein Geld bekommt. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes „zum Schießen“, wenn Marita Dreckmeyer als Witwe lieber die Herausforderung zum Duell annimmt, statt mit dem Geld herauszurücken. Schön zu beobachten, wenn sich der ein oder andere Zuschauer duckt, weil ihm das Gefuchtel mit den Revolvern auf der Bühne nicht ganz geheuer ist. Natürlich siegt auch hier wieder die Liebe. Eine Kussszene, wie sie bei Titanic oder Pretty Woman nicht schöner hätte sein können: Der „Bär“ und die Witwe in trauter Zweisamkeit.
Anton Tschechov schafft es, dem Wertewandel in Russland um 1900 mit Humor und Sarkasmus ins Gesicht zu sehen. Die Laienschauspieler des Theater Kristall bringen die drei Einakter mit viel Enthusiasmus und Herzlichkeit auf die Bühne, sodass man für einen kurzen Moment aus dem kleinen Theatersaal in die verkorkste Welt des russischen Landadels abtaucht. Das selbst gebaute Bühnenbild und die Kostüme hinken "professionellem" Theater in keinster Weise hinterher.
Fazit: Ein unterhaltsamer Abend, an dem die ein oder andere Lachträne vergossen und die „Russische Fantasie“ auf dem Nachhauseweg gepfiffen wird. Anton Tschechovs „Die Tücken der Liebe“, unbedingt anschauen!
Was tut ein Wissenschaftler (herrlich zerzaust: Dr. Karl Schulz), wenn seine Frau ihn dazu verdammt, einen Vortrag „über die Schädlichkeit des Tabaks“ zu halten, obwohl er selbst starker Raucher ist? Natürlich: er nutzt die Gelegenheit, kurzzeitig Reißaus zu nehmen, dem Publikum sein Leid zu klagen und über seine Frau herzuziehen. Schließlich hat er über 30 Jahre unter ihrer Fuchtel gestanden. Verraten wird ihn niemand.
Ute Pöhler an der Violine und Dr. Siegfried Kruse am Klavier leiteten durch die Umbaupausen und stimmten auf das nächste Stück ein. „Der Heiratsantrag“, der nicht ausgesprochen wird, weil sich das angehende Paar darüber in die Wolle bekommt, welcher Hund denn nun der bessere ist oder wem die Ochsenwiesen gehören. Dabei wäre doch alles so einfach, wenn da nicht noch die Herzbeschwerden und die zuckende Hüfte des Göttergatten wären. Gehrt Hartjen spielt den aufgebrachten Ehemann Ivan Vassiljewitsch so übertrieben, dass kein Auge trocken bleibt. Man möchte am liebsten die Bühne stürmen und die angehende Braut Natalja Stephanova (genial zickig auf ihrem Recht beruhend: Angela Wiesenthal) tatkräftig unterstützen.
Begleitet von Portnoffs Melodie der Russischen Fantasie geht der Vorhang ein drittes Mal auf. „Der Bär“ von Tschechov lässt Großes vermuten. Eine Witwe hat sich vorgenommen, ihr Haus nicht mehr zu verlassen. In mehrere Schichten schwarzes Trauergewand gehüllt sitzt sie da und bemitleidet sich selbst. Ist nur die Frage, warum sie das Haus nicht mehr verlässt. Aus Trauer, oder aus Angst vor all den Menschen, denen ihr Mann noch Geld schuldet? Einer lässt sich nicht so leicht vom Diener (großartig in lila Pumphose und Kniestrümpfen: Bernd Magdsick) abwimmeln. Morgen ist Zahltag und er will nicht eher gehen, bis er sein Geld bekommt. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes „zum Schießen“, wenn Marita Dreckmeyer als Witwe lieber die Herausforderung zum Duell annimmt, statt mit dem Geld herauszurücken. Schön zu beobachten, wenn sich der ein oder andere Zuschauer duckt, weil ihm das Gefuchtel mit den Revolvern auf der Bühne nicht ganz geheuer ist. Natürlich siegt auch hier wieder die Liebe. Eine Kussszene, wie sie bei Titanic oder Pretty Woman nicht schöner hätte sein können: Der „Bär“ und die Witwe in trauter Zweisamkeit.
Anton Tschechov schafft es, dem Wertewandel in Russland um 1900 mit Humor und Sarkasmus ins Gesicht zu sehen. Die Laienschauspieler des Theater Kristall bringen die drei Einakter mit viel Enthusiasmus und Herzlichkeit auf die Bühne, sodass man für einen kurzen Moment aus dem kleinen Theatersaal in die verkorkste Welt des russischen Landadels abtaucht. Das selbst gebaute Bühnenbild und die Kostüme hinken "professionellem" Theater in keinster Weise hinterher.
Fazit: Ein unterhaltsamer Abend, an dem die ein oder andere Lachträne vergossen und die „Russische Fantasie“ auf dem Nachhauseweg gepfiffen wird. Anton Tschechovs „Die Tücken der Liebe“, unbedingt anschauen!
Weitere Termine:
06. Dezember 2008 (Jh. St. Katharina, Kohlscheid, Markt)
06. Dezember 2008 (Jh. St. Katharina, Kohlscheid, Markt)
14. Januar 2009 (Theater am Venn, Roetgen)
31. Januar 2009 (Klösterchen, Herzogenrath)
07. März 2009 (Jakob-Büchel-Haus, Walheim)
Weitere Informationen zu den Stücken und wie ihr beim Theater Kristall mitmachen könnt, findet Ihr unter http://www.theaterinaachen.de/.
Weitere Informationen zu den Stücken und wie ihr beim Theater Kristall mitmachen könnt, findet Ihr unter http://www.theaterinaachen.de/.
Montag, 13. Oktober 2008
17.10.2008 Die Nacht der offenen Kirchen
Am 17. Oktober ist es wieder soweit, da öffnen sich zum 8. Mal nachts die Türen der Aachener Kirchen. Die Nacht der offenen Kirchen steht bevor.
37 Kirchen und Gemeindehäuser werden ihre Portale und Türen öffnen um für einen außergewöhnlichen Abend zu sorgen. Wir können Konzerte und Gebete, Performances, Lesungen, Schauspiel und vieles mehr erleben. Man kann in den Kirchen Dinge erleben, die man dort sonst nicht erleben würde, also ganz neue Kirchgang-Erfahrungen machen.
Das Programm ist bei 37 offenen Kirchen natürlich super lang, ich habe aber mal ein paar Highlights rausgesucht:
In der Gemeinde St. Markus gibt es zum Beispiel ein Gespräch mit dem Thema „Sind Alt-Katholiken wirklich katholisch?“. In der Annakirche könnt ihr euch eine Lesung aus "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak und Texten von Hanns Dieter Hüsch anhören. Die Auferstehungskriche wartet mit einem Theaterstück auf: „„Mein Kampf“ – Verführung hat viele Gesichter“ - entwickelt und aufgeführt vom Literaturkurs des Rhein-Maas-Gymnasiums. Wenn ihr zu einer vollen Stunde an der Citykirche St. Nikolaus vorbeikommt, dann nicht erschrecken: da ertönt stündlich ein biblischer Nachtwächter-Ruf. In der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Aachen, also bei den Baptisten, kann man etwas ganz besonderes miterleben: eine Worshipnight. Mit der JugendBand “Connected” könnt ihr Gott mit Musik loben, anbeten, euch mit ihm (neu) verbinden und auftanken. In der Friedenskirche wird es die ganze Zeit Ligve Musik geben von Schüler Rock-Pop-Bands und der Band Avoid Silence. Außerdem steht euch die Grabeskriche St. Joseph offen zur Besichtigung. Und vielleicht noch als letztes Schmankerl: in der freien evangelischen Gemeinde Aachen wird es eine Night of the Nations geben. In Interviews, musikalischen Beiträgen, kulinarischen Spezialitäten und persönlichen Gesprächen stellen sich Christen aus Afrika und Asien vor.
Die Nacht der offenen Kirchen findet ja bereits zum 8. Mal statt und ich habe mir mal die Zahlen von der letzten Nacht der offenen Kirchen herausgesucht und da erlebten 12.000 Besucher ihr einmaliges Kirchenerlebnis. Das Interesse ist in Aachen also riesig.
Leider werden keine speziellen Busse eingesetzt wie bei der langen Nacht der Museen oder der Shuttleparty, die einen dann von Kirche zu Kirche fahren, aber es wird ein spezielles Busticket für die Nacht der offenen Kirchen geben. Das Ticket gilt nur am 17. Oktober im Stadtgebiet Aachen ab 17 Uhr bis 3 Uhr. Mit dem Ticket dürft ihr so oft ihr wollt mit dem Bus durch die Gegend fahren. Es kostet nur 2,60 € und ihr könnt es am 17.10. bei den Busfahrern kaufen. Und wenn man mit dem Auto unterwegs ist um schnell von Programm zu Programm flitzen zu können gibt’s auch ein extra Parkticket. Das gibt es in diesem Jahr tatsächlich zum allerersten Mal. Die Aachener Parkhaus GmbH bietet ein Sonder-Parkticket zur KirchenNacht an. 4 € kostet das und damit könnt ihr euer Auto vom 17 Oktober ab 17 Uhr bis zum 18. Oktober 9 Uhr in den Parkhäusern der APAG abstellen.
Natürlich gibt es zur Nacht der offenen Kirchen auch eine Homepage wo man alles noch mal genau nachlesen kann: wenn ihr auf http://www.nacht-der-kirchen.de/ geht, könnt ihr da das komplette Programm angucken und auch nachgucken welche Kirchen alle teilnehmen.
37 Kirchen und Gemeindehäuser werden ihre Portale und Türen öffnen um für einen außergewöhnlichen Abend zu sorgen. Wir können Konzerte und Gebete, Performances, Lesungen, Schauspiel und vieles mehr erleben. Man kann in den Kirchen Dinge erleben, die man dort sonst nicht erleben würde, also ganz neue Kirchgang-Erfahrungen machen.
Das Programm ist bei 37 offenen Kirchen natürlich super lang, ich habe aber mal ein paar Highlights rausgesucht:
In der Gemeinde St. Markus gibt es zum Beispiel ein Gespräch mit dem Thema „Sind Alt-Katholiken wirklich katholisch?“. In der Annakirche könnt ihr euch eine Lesung aus "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak und Texten von Hanns Dieter Hüsch anhören. Die Auferstehungskriche wartet mit einem Theaterstück auf: „„Mein Kampf“ – Verführung hat viele Gesichter“ - entwickelt und aufgeführt vom Literaturkurs des Rhein-Maas-Gymnasiums. Wenn ihr zu einer vollen Stunde an der Citykirche St. Nikolaus vorbeikommt, dann nicht erschrecken: da ertönt stündlich ein biblischer Nachtwächter-Ruf. In der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Aachen, also bei den Baptisten, kann man etwas ganz besonderes miterleben: eine Worshipnight. Mit der JugendBand “Connected” könnt ihr Gott mit Musik loben, anbeten, euch mit ihm (neu) verbinden und auftanken. In der Friedenskirche wird es die ganze Zeit Ligve Musik geben von Schüler Rock-Pop-Bands und der Band Avoid Silence. Außerdem steht euch die Grabeskriche St. Joseph offen zur Besichtigung. Und vielleicht noch als letztes Schmankerl: in der freien evangelischen Gemeinde Aachen wird es eine Night of the Nations geben. In Interviews, musikalischen Beiträgen, kulinarischen Spezialitäten und persönlichen Gesprächen stellen sich Christen aus Afrika und Asien vor.
Die Nacht der offenen Kirchen findet ja bereits zum 8. Mal statt und ich habe mir mal die Zahlen von der letzten Nacht der offenen Kirchen herausgesucht und da erlebten 12.000 Besucher ihr einmaliges Kirchenerlebnis. Das Interesse ist in Aachen also riesig.
Leider werden keine speziellen Busse eingesetzt wie bei der langen Nacht der Museen oder der Shuttleparty, die einen dann von Kirche zu Kirche fahren, aber es wird ein spezielles Busticket für die Nacht der offenen Kirchen geben. Das Ticket gilt nur am 17. Oktober im Stadtgebiet Aachen ab 17 Uhr bis 3 Uhr. Mit dem Ticket dürft ihr so oft ihr wollt mit dem Bus durch die Gegend fahren. Es kostet nur 2,60 € und ihr könnt es am 17.10. bei den Busfahrern kaufen. Und wenn man mit dem Auto unterwegs ist um schnell von Programm zu Programm flitzen zu können gibt’s auch ein extra Parkticket. Das gibt es in diesem Jahr tatsächlich zum allerersten Mal. Die Aachener Parkhaus GmbH bietet ein Sonder-Parkticket zur KirchenNacht an. 4 € kostet das und damit könnt ihr euer Auto vom 17 Oktober ab 17 Uhr bis zum 18. Oktober 9 Uhr in den Parkhäusern der APAG abstellen.
Natürlich gibt es zur Nacht der offenen Kirchen auch eine Homepage wo man alles noch mal genau nachlesen kann: wenn ihr auf http://www.nacht-der-kirchen.de/ geht, könnt ihr da das komplette Programm angucken und auch nachgucken welche Kirchen alle teilnehmen.
Buchvorstellung Jonathan Tropper „Mein fast perfektes Leben“
In „Mein fast perfektes Leben“ von Jonathan Tropper erzählt der neunundzwanzig jährige Doug von seinem Leben. Das ist leider nicht perfekt, weil Dougs Frau Hailey vor einem Jahr bei einem Flugzeugabsturz gestorben ist. Mit dem Witwerdasein kommt Doug überhaupt nicht klar. Und so lenkt er sich von seiner Trauer ab, indem er auf seiner Veranda in einem Vorort, in der er seiner verstorbenen Frau Hailey zu Liebe gezogen ist, kippt sich einen Whiskey nach dem anderen rein und versucht die wilden Kaninchen auf seiner Wiese mit irgendwelchen Gegenständen vorzugsweise Handys abzuwerfen.
Doug würde am liebsten in seiner Trauer um Hailey nicht gestört werden, doch es gibt hartnäckige Menschen in seinem Leben, die meinen, ein Jahr Trauern ist genug. Dougs Familie zum Beispiel, deren Mitglieder genug eigene Probleme haben. So macht sich Dougs mehr oder weniger erfolgreiche Schauspielermutter das Leben, wenn es mal besonders stressig ist, mit kleinen Pillen schön. Dougs Mutter bietet dem Leben gekonnt mit dem Satz „Ich suche gerade nicht ach Happy Ends“ die Stirn. „Ich suche nicht nach Happy Ends muss Dougs Mutter im Zusammenhang mit Dougs Vater sehr häufig anwenden. Dougs Vater ist nach einem Schlaganfall geistig etwas von der Rolle und spielt schon mal gerne nackt im Vorgarten Baseball oder erzählt vor völlig Fremden im Detail wie er das erste Mal seine Frau verführt hat. Dougs Eltern versuchen Doug nur telefonisch das Witwerdasein aufzugeben, doch Dougs Zwillingsschwester Claire zieht direkt bei Doug ein. Claires Einzug dient nicht nur dazu Doug wieder auf die Beine zu helfen. Gleichzeitig flüchtet sie mit dem Einzug vor ihrem reichen und langweiligen Ehemann Stephen. Zu allem Überfluss quartiert sich dann auch noch Dougs kiffender sechzehnjähriger Stiefsohn Russ bei Doug ein.
Russ kommt mit dem Tod seiner Mutter Hailey überhaupt nicht zurecht und bei seinem leiblichen Vater, Marke alternder Aufreißertyp, hält er es erst recht nicht auf. Doug wird also erheblich in seinem lethargischen Witwerdasein gestört und von den lieben und verrückten Menschen, die ihn umgeben versucht wieder ins Leben zurück zu schubsen. Das klappt natürlich nicht alles reibungslos. Dougs erste Affäre ist natürlich dann auch mit einer zwar scharfen, aber leider verheirateten Frau. Der Mann der scharfen Frau ist leider eifersüchtig und schießfreudig und der gehörnte Gatte hat auch keine Probleme damit während der Hochzeitsfeierlichkeiten von Dougs kleiner Schwester Doug zu Duell zu fordern.
Die Geschichte von Doug bleibt bis zum Schluss spannend und die Story ist voller skuriller Einfälle und Wortwitze. Die extrem komischen und traurigen Momente gehen Hand in Hand und die absolute Stärke des Buches sind die aberwitzigen Charaktere. Das Buch „Mein fast perfektes Leben“ von Jonathan Tropper ist temporeich und total unterhaltsam. Es ist das perfekte Buch für zwischendurch und auch für Busfahrten oder langweiligen Vorlesungen sehr zu empfehlen. In der Taschenbuchausgabe ist es für 8,95 Euro im Verlag Knaur und Droemer erhältlich.
Doug würde am liebsten in seiner Trauer um Hailey nicht gestört werden, doch es gibt hartnäckige Menschen in seinem Leben, die meinen, ein Jahr Trauern ist genug. Dougs Familie zum Beispiel, deren Mitglieder genug eigene Probleme haben. So macht sich Dougs mehr oder weniger erfolgreiche Schauspielermutter das Leben, wenn es mal besonders stressig ist, mit kleinen Pillen schön. Dougs Mutter bietet dem Leben gekonnt mit dem Satz „Ich suche gerade nicht ach Happy Ends“ die Stirn. „Ich suche nicht nach Happy Ends muss Dougs Mutter im Zusammenhang mit Dougs Vater sehr häufig anwenden. Dougs Vater ist nach einem Schlaganfall geistig etwas von der Rolle und spielt schon mal gerne nackt im Vorgarten Baseball oder erzählt vor völlig Fremden im Detail wie er das erste Mal seine Frau verführt hat. Dougs Eltern versuchen Doug nur telefonisch das Witwerdasein aufzugeben, doch Dougs Zwillingsschwester Claire zieht direkt bei Doug ein. Claires Einzug dient nicht nur dazu Doug wieder auf die Beine zu helfen. Gleichzeitig flüchtet sie mit dem Einzug vor ihrem reichen und langweiligen Ehemann Stephen. Zu allem Überfluss quartiert sich dann auch noch Dougs kiffender sechzehnjähriger Stiefsohn Russ bei Doug ein.
Russ kommt mit dem Tod seiner Mutter Hailey überhaupt nicht zurecht und bei seinem leiblichen Vater, Marke alternder Aufreißertyp, hält er es erst recht nicht auf. Doug wird also erheblich in seinem lethargischen Witwerdasein gestört und von den lieben und verrückten Menschen, die ihn umgeben versucht wieder ins Leben zurück zu schubsen. Das klappt natürlich nicht alles reibungslos. Dougs erste Affäre ist natürlich dann auch mit einer zwar scharfen, aber leider verheirateten Frau. Der Mann der scharfen Frau ist leider eifersüchtig und schießfreudig und der gehörnte Gatte hat auch keine Probleme damit während der Hochzeitsfeierlichkeiten von Dougs kleiner Schwester Doug zu Duell zu fordern.
Die Geschichte von Doug bleibt bis zum Schluss spannend und die Story ist voller skuriller Einfälle und Wortwitze. Die extrem komischen und traurigen Momente gehen Hand in Hand und die absolute Stärke des Buches sind die aberwitzigen Charaktere. Das Buch „Mein fast perfektes Leben“ von Jonathan Tropper ist temporeich und total unterhaltsam. Es ist das perfekte Buch für zwischendurch und auch für Busfahrten oder langweiligen Vorlesungen sehr zu empfehlen. In der Taschenbuchausgabe ist es für 8,95 Euro im Verlag Knaur und Droemer erhältlich.
Zugabe, 13.10.2008
Heute Abend könnt ihr euch im Rahmen der Veranstaltung „Allerweltskino“ im Apollo den Film „Die Band von nebenan – Bizur ha tizmoret“ anschauen. Der Film „Die Band von nebenan – Bizur ha-tizmoret“ zeigt wie nahe sich die verfeindeten ägyptischen und israelischen Kulturen sind. Eine ägyptische Polizeikapelle landet irrtümlich in dem israelischen Ort Bet Hatikwa. Hilfsbereit kümmert sich die junge Israelin Dina um die ägyptischen Musiker und demonstriert damit die Absurdität des Nahost-Konflikts. Im Rahmen der Veranstaltung „Allerweltskino“ „Die Band von nebenan – Bizur ha tizmoret“, heute Abend, um 20 Uhr im Apollo. Der Film läuft im Original mit Untertiteln.
Professor Wolfgang Schlüter gibt euch am Dienstag Abend Impulse zum Thema „Können oder müssen wir auf die Idee von `Wahrheit` verzichten? Die Relativismus-Debatte“. Damit startet Professor Schlüter die neue Veranstaltungsreihe philosophische Ambulanz im Bildungswerk Aachen. Nach dem Input könnt ihr euch dann mit Professor Schlüter in die Relativismusdebatte stürzen. Los geht’s um 20 Uhr. Philosophische Ambulanz mit Professor Wolfgang Schlüter und dem Thema „Können oder müssen wir auf die Idee von `Wahrheit` verzichten? Die Relativismus-Debatte“, am Dienstag Abend, um 20 Uhr im Bildungswerk Aachen.
Wenn ihr euch lieber vorlesen lasst, als selbst zu lesen, dann geht am Mittwoch Nachmittag in die Buchhandlung Schmetz am Dom. In der Buchhandlung Schmetz am Dom wird die Autorin Wiebke Eden aus ihrem Romandebüt „Die Zeit der roten Früchte“ lesen. „Die Zeit der roten Früchte“ handelt von der jungen Greta, die im Sommer 1939 in Stettin ihre erste große Liebe erlebt. Doch der Krieg rückt immer näher und Gretas Vater widersetzt sich der nationalsozialistischen Gesinnung. Lesung von Wiebe Eden „Die Zeit der roten Früchte“, am Mittwoch Nachmittag, um 15 Uhr in der Domhandlung Schmetz am Dom.
Der Marxlesekreis der RWTH Aachen lädt euch am Donnerstag Abend zu dem Vortrag mit anschließender Diskussion "`Eingreifendes Denken` - Die politische Arbeiterbildung in der Weimarer Republik und ihre Impulse für die Gegenwart“ ein. Redner und Leiter der Diskussion ist der Historiker und Religionswissenschaftler Dr. Carsten Krinn aus Esslingen. Vortragsbeginn ist um 19 Uhr und für die Veranstaltung müsst ihr euch im Hörsaal FO6 im Kármán-Auditorium einfinden. Veranstaltung vom Marxlesekreis der RWTH Aachen, Vortrag von Dr. Carsten Krinn "`Eingreifendes Denken` - Die politische Arbeiterbildung in der Weimarer Republik und ihre Impulse für die Gegenwart“, am Donnerstag Abend, um 19 Uhr im Kármán-Auditorium Hörsaal FO6.
Am Freitag Abend startet die 8. Nacht der offenen Kirchen in Aachen. 37 Kirchen und Gemeindehäuser werden ab 18 Uhr ihre Pforten für euch öffnen. Auf dem Programm der 8. Nacht der offenen Kirchen in Aachen stehen Konzerte, Schauspiel und Lesungen. Die 8. Nacht der offenen Kirchen in Aachen, am Freitag Abend, ab 18 Uhr. Nähere Infos zu dem Programm bekommt ihr unter www.nacht-der-kirchen.de
Am Samstag heißt es wieder: Day and night of the pont. Bei dieser Veranstaltung habt ihr als Neulinge in Aachen die Möglichkeit die in der Pontstraße beheimateten Vergnügungslokale und Alkoholausschankstätten kennen zu lernen. Aber auch alteingesessene Öcher Studenten können sich bei den zahlreichen Aktionen der Day and night of the pont Veranstaltung amüsieren und den Erstis wertvolle Tipps geben. Day and night of the pont, am Samstag Abend, ab 21 Uhr, auf der Pontstraße Aachen.
Im Malteserkeller könnt ihr euch bei Live Jazz und Kaffee den sonst immer so öden Sonntag Nachmittag vetreiben. Musikalisch wird euch die Jazzband 3Tones live beim innovativen Zeittotschlagen begleiten. Ab 15 Uhr wird der Malteserkeller diesen Sonntag zum Jazzcafé geöffnet. Jazzcafé live mit 3Tone, am Sonntag Nachmittag, um 15 Uhr im Malteserkeller in Aachen.
Professor Wolfgang Schlüter gibt euch am Dienstag Abend Impulse zum Thema „Können oder müssen wir auf die Idee von `Wahrheit` verzichten? Die Relativismus-Debatte“. Damit startet Professor Schlüter die neue Veranstaltungsreihe philosophische Ambulanz im Bildungswerk Aachen. Nach dem Input könnt ihr euch dann mit Professor Schlüter in die Relativismusdebatte stürzen. Los geht’s um 20 Uhr. Philosophische Ambulanz mit Professor Wolfgang Schlüter und dem Thema „Können oder müssen wir auf die Idee von `Wahrheit` verzichten? Die Relativismus-Debatte“, am Dienstag Abend, um 20 Uhr im Bildungswerk Aachen.
Wenn ihr euch lieber vorlesen lasst, als selbst zu lesen, dann geht am Mittwoch Nachmittag in die Buchhandlung Schmetz am Dom. In der Buchhandlung Schmetz am Dom wird die Autorin Wiebke Eden aus ihrem Romandebüt „Die Zeit der roten Früchte“ lesen. „Die Zeit der roten Früchte“ handelt von der jungen Greta, die im Sommer 1939 in Stettin ihre erste große Liebe erlebt. Doch der Krieg rückt immer näher und Gretas Vater widersetzt sich der nationalsozialistischen Gesinnung. Lesung von Wiebe Eden „Die Zeit der roten Früchte“, am Mittwoch Nachmittag, um 15 Uhr in der Domhandlung Schmetz am Dom.
Der Marxlesekreis der RWTH Aachen lädt euch am Donnerstag Abend zu dem Vortrag mit anschließender Diskussion "`Eingreifendes Denken` - Die politische Arbeiterbildung in der Weimarer Republik und ihre Impulse für die Gegenwart“ ein. Redner und Leiter der Diskussion ist der Historiker und Religionswissenschaftler Dr. Carsten Krinn aus Esslingen. Vortragsbeginn ist um 19 Uhr und für die Veranstaltung müsst ihr euch im Hörsaal FO6 im Kármán-Auditorium einfinden. Veranstaltung vom Marxlesekreis der RWTH Aachen, Vortrag von Dr. Carsten Krinn "`Eingreifendes Denken` - Die politische Arbeiterbildung in der Weimarer Republik und ihre Impulse für die Gegenwart“, am Donnerstag Abend, um 19 Uhr im Kármán-Auditorium Hörsaal FO6.
Am Freitag Abend startet die 8. Nacht der offenen Kirchen in Aachen. 37 Kirchen und Gemeindehäuser werden ab 18 Uhr ihre Pforten für euch öffnen. Auf dem Programm der 8. Nacht der offenen Kirchen in Aachen stehen Konzerte, Schauspiel und Lesungen. Die 8. Nacht der offenen Kirchen in Aachen, am Freitag Abend, ab 18 Uhr. Nähere Infos zu dem Programm bekommt ihr unter www.nacht-der-kirchen.de
Am Samstag heißt es wieder: Day and night of the pont. Bei dieser Veranstaltung habt ihr als Neulinge in Aachen die Möglichkeit die in der Pontstraße beheimateten Vergnügungslokale und Alkoholausschankstätten kennen zu lernen. Aber auch alteingesessene Öcher Studenten können sich bei den zahlreichen Aktionen der Day and night of the pont Veranstaltung amüsieren und den Erstis wertvolle Tipps geben. Day and night of the pont, am Samstag Abend, ab 21 Uhr, auf der Pontstraße Aachen.
Im Malteserkeller könnt ihr euch bei Live Jazz und Kaffee den sonst immer so öden Sonntag Nachmittag vetreiben. Musikalisch wird euch die Jazzband 3Tones live beim innovativen Zeittotschlagen begleiten. Ab 15 Uhr wird der Malteserkeller diesen Sonntag zum Jazzcafé geöffnet. Jazzcafé live mit 3Tone, am Sonntag Nachmittag, um 15 Uhr im Malteserkeller in Aachen.
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Gewinnt 5x2 Freikarten für "Outopia" - Tanztheater der besonderen Art
„Outopia“, so heißt das Tanztheaterprojekt von Massimo Gerardi und
Emanuele Soavi.
8 Menschen unterschiedlichen Geschlechts und unterschiedlicher Nationalität befinden sich an einem undefinierten, völlig neutralen Ort. Sie haben die Chance, eine neue Gesellschaft aufzubauen und die Utopie einer besseren und gerechten Welt zu verwirklichen.
Ihr wisst ja dass dieser Schuss in William Goldings „Herr der Fliegen“ nach hinten losgegangen ist. In „Outopia“ hat die Gruppe am Anfang noch kein Ziel. Jede soeben neu entstandene Gesellschaft wird sofort von neu hinzukommenden Personen und deren Ideen beeinflusst und verändert. Jeder bringt neue Bedürfnisse und neue Erfahrungen mit.
Um ein gemeinsames Lebenskonzept verwirklichen zu können, muss sich jeder seiner eigenen Zerbrechlichkeit, Naivität, Schwächen und Stärken bewusst werden.
Outopia wird euch vorgetanzt von der Kölner Kompanie movingtheatre.de. Die Musik zum Tanztheater wurde extra von Münchner Musikern komponiert. In Outopia erlebt ihr ein völlig neues Intrument: SCAPHA. Das ist ein 10m langes und neu entwickeltes Saiteninstrument und klingt archaisch und orchestralisch. Seine Klangbreite reicht vom fast unhörbaren Zirpen bis zum Explodieren des Klangs, den ihr noch Sekunden danach im Raum vibrieren hören könnt.
Lasst euch auf einen Theaterabend der etwas anderen Art ein und taucht ein in die Welt des Tanzes, der Musik und der Utopie.
Outopia feiert am Freitag um 20 Uhr in der Kammer des Theater Aachen Premiere. Wir verlosen exklusiv 5x2 Freikarten. Schreibt uns einfach eine E-Mail an studio@hochschulradio-aachen.de oder ruft uns an 0241/8093750.
Montag, 6. Oktober 2008
06.10.1927 Der erste Tonfilm "The Jazz Singer"
Heute gedenken wir des Endes der Ära des Stummfilms. Der Anfang vom Ende war nämlich der Film „The Jazz Singer“, der am 6.10.1927 gezeigt wurde. Der war aber eigentlich nicht als Tonfilm geplant. „The Jazz Singer“ sollte eigentlich auch ein Stummfilm werden. Der Film sollte nur in das Geschehen integrierte Gesangseinlagen beinhalten. Die Handlung sollte, wie üblich, mit Zwischentiteln eingeblendet werden.
Warum es dann doch ein kompletter Tonfilm wurde? Ganz einfach: Der Hauptdarsteller, Al Jolson, fand das mit den Zwischentiteln doof und bestand darauf, einleitende Worte in den Film einzufügen. Während des Drehs fügte er dann auf eigene Faust weitere Sprechszenen ein. Der Regisseur, Crosland, und die Produzenten, die Warner Brothers, waren zwar skeptisch, ließen den Film aber so wie er war.
Es war ein unerwarteter Erfolg. Das rettete die vor dem Ruin stehenden Warner Brothers. Sam Warner, der bei Warner Brothers sich am stärksten für die neue Technologie eingesetzt hatte, starb am Tag vor der Welturaufführung und konnte so den Durchbruch des Tonfilms, den er maßgeblich gegen erhebliche Widerstände in der Familie und der Branche durchgesetzt hatte, nicht mehr erleben.
Der Film handelt vom Aufstieg des armen jüdischen Sängers Jakie Rabinowitz zum gefeierten Broadway-Star und vom Konflikt zwischen Tradition und Moderne beziehungsweise vom Bruch zwischen Vater und Sohn, da der Vater des "Jazz Singers" seinen Sohn lieber als Kantor in der Synagoge gesehen hätte.
Warum es dann doch ein kompletter Tonfilm wurde? Ganz einfach: Der Hauptdarsteller, Al Jolson, fand das mit den Zwischentiteln doof und bestand darauf, einleitende Worte in den Film einzufügen. Während des Drehs fügte er dann auf eigene Faust weitere Sprechszenen ein. Der Regisseur, Crosland, und die Produzenten, die Warner Brothers, waren zwar skeptisch, ließen den Film aber so wie er war.
Es war ein unerwarteter Erfolg. Das rettete die vor dem Ruin stehenden Warner Brothers. Sam Warner, der bei Warner Brothers sich am stärksten für die neue Technologie eingesetzt hatte, starb am Tag vor der Welturaufführung und konnte so den Durchbruch des Tonfilms, den er maßgeblich gegen erhebliche Widerstände in der Familie und der Branche durchgesetzt hatte, nicht mehr erleben.
Der Film handelt vom Aufstieg des armen jüdischen Sängers Jakie Rabinowitz zum gefeierten Broadway-Star und vom Konflikt zwischen Tradition und Moderne beziehungsweise vom Bruch zwischen Vater und Sohn, da der Vater des "Jazz Singers" seinen Sohn lieber als Kantor in der Synagoge gesehen hätte.
Zugabe, 06.10.2008
Jazz und Blues Liebhaber sind am Montag Abend in der Kneipe Domkeller genau richtig. Die Chicago Jazz & Blues Band wird für euch im Domkeller spielen. „Domkeller Montagskonzerte“ mit der Chicago Jazz & Blues Band, am Montag Abend, um 20 Uhr in der Kneipe Domkeller. Der Eintritt ist frei.
Das deutsch bolivianische Musiktheater „Café del Azar - Zufallstreffer “ könnt ihr euch am Mittwoch Abend im Theater K anschauen. In dem Musiktheaterstück „Café del Azar - Zufallstreffer “ treffen in einem Café sich sprachlich und kulturell fremde Menschen aufeinander. Mithilfe eines Gedichts und den Gedanken überwinden die Fremden die kulturellen und sprachlichen Barrieren. Das Stück ist auf Deutsch, Englisch und Spanisch und beginnt um 20 Uhr. Das Musiktheaterstück „Café del Azar - Zufallstreffer “, am Mittwoch Abend, um 20 Uhr im Theater K.
Das Hochschulradio Aachen präsentiert euch am Donnerstag Abend zusammen mit RWTHextern und dem Theater Aachen das Stück „Das Produkt“. In „Das Produkt“ will der Produzent James die Schauspielerin Olivia für seinen neuen Film gewinnen. Um Olivia das Drehbuch schmackhaft zu machen, versucht James ihr das Drehbuch, sein Produkt also, zu verkaufen. Dabei steigert sich James immer mehr in sein Verkaufsgespräch hinein und spielt Olivia das Drehbuch selber vor. „Das Produkt“, am Donnerstag Abend um 19.30 Uhr, im Messdach des RWTH Hauptgebäudes.
Die Kostprobe von der Oper „Salome“ gibt es am Donnerstag Abend im Theater Aachen. Die Oper „Salome“ von Richard Strauss spielt am Hof des König Herodes. König Herodes begehrt wie alle anderen Männer des Landes seine schöne Stieftochter Salome. Nur der Prophet Jochanaan findet keinen Gefallen an der schönen Salome. Als Salome für den König Herodes tanzen soll, fordert sie als Belohnung den Kopf von Jochanaan. Die kostenlose Kostprobe der Oper „Salome“, am Donnerstag Abend, um 19 Uhr im großen Saal des Theater Aachen. Anschließend gibt es noch ein Gespräch mit dem Produktionsteam.
Renaud Marquet und Mathew J. White treten am Freitag Abend im Wild Rover auf. Renaud Marquet und Mathew J. White zählen musikalisch zum Singer/Songwriter Genre. Los geht’s um 21.30 Uhr. Konzert von Renaud Marquet und Mathew J. White, Freitag Abend, um 21.30 Uhr im Wild Rover.
Am Samstag könnt ihr euch im Walzertakt über die Bühne des Aachener Theaters beim Aachener Theaterball drehen. Beim Aachener Theaterball wird euch das Aachener Sinfonieorchester live bei euren Tanzversuchen begleiten. Pausieren könnt ihr bei Jazzmusik im Spiegel-Foyer, um anschließend mit Pop-Musik quer Beet bis in den Sonntag Morgen hineinfeiern zu können. Der Aachener Theaterball, am Samstag Abend, um 19 Uhr im Theater Aachen.
Am Sonntag Abend könnt ihr mit der Band Cobra Skulls im AZ in die neue Woche starten. Cobra Skulls kommen aus den USA und machen Punkrock mit großem Tanz- und Mitsingpotential. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Cobra Skulls, am Sonntag Abend, um 20 Uhr im AZ in Aachen.
Das deutsch bolivianische Musiktheater „Café del Azar - Zufallstreffer “ könnt ihr euch am Mittwoch Abend im Theater K anschauen. In dem Musiktheaterstück „Café del Azar - Zufallstreffer “ treffen in einem Café sich sprachlich und kulturell fremde Menschen aufeinander. Mithilfe eines Gedichts und den Gedanken überwinden die Fremden die kulturellen und sprachlichen Barrieren. Das Stück ist auf Deutsch, Englisch und Spanisch und beginnt um 20 Uhr. Das Musiktheaterstück „Café del Azar - Zufallstreffer “, am Mittwoch Abend, um 20 Uhr im Theater K.
Das Hochschulradio Aachen präsentiert euch am Donnerstag Abend zusammen mit RWTHextern und dem Theater Aachen das Stück „Das Produkt“. In „Das Produkt“ will der Produzent James die Schauspielerin Olivia für seinen neuen Film gewinnen. Um Olivia das Drehbuch schmackhaft zu machen, versucht James ihr das Drehbuch, sein Produkt also, zu verkaufen. Dabei steigert sich James immer mehr in sein Verkaufsgespräch hinein und spielt Olivia das Drehbuch selber vor. „Das Produkt“, am Donnerstag Abend um 19.30 Uhr, im Messdach des RWTH Hauptgebäudes.
Die Kostprobe von der Oper „Salome“ gibt es am Donnerstag Abend im Theater Aachen. Die Oper „Salome“ von Richard Strauss spielt am Hof des König Herodes. König Herodes begehrt wie alle anderen Männer des Landes seine schöne Stieftochter Salome. Nur der Prophet Jochanaan findet keinen Gefallen an der schönen Salome. Als Salome für den König Herodes tanzen soll, fordert sie als Belohnung den Kopf von Jochanaan. Die kostenlose Kostprobe der Oper „Salome“, am Donnerstag Abend, um 19 Uhr im großen Saal des Theater Aachen. Anschließend gibt es noch ein Gespräch mit dem Produktionsteam.
Renaud Marquet und Mathew J. White treten am Freitag Abend im Wild Rover auf. Renaud Marquet und Mathew J. White zählen musikalisch zum Singer/Songwriter Genre. Los geht’s um 21.30 Uhr. Konzert von Renaud Marquet und Mathew J. White, Freitag Abend, um 21.30 Uhr im Wild Rover.
Am Samstag könnt ihr euch im Walzertakt über die Bühne des Aachener Theaters beim Aachener Theaterball drehen. Beim Aachener Theaterball wird euch das Aachener Sinfonieorchester live bei euren Tanzversuchen begleiten. Pausieren könnt ihr bei Jazzmusik im Spiegel-Foyer, um anschließend mit Pop-Musik quer Beet bis in den Sonntag Morgen hineinfeiern zu können. Der Aachener Theaterball, am Samstag Abend, um 19 Uhr im Theater Aachen.
Am Sonntag Abend könnt ihr mit der Band Cobra Skulls im AZ in die neue Woche starten. Cobra Skulls kommen aus den USA und machen Punkrock mit großem Tanz- und Mitsingpotential. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Cobra Skulls, am Sonntag Abend, um 20 Uhr im AZ in Aachen.
Burn After Reading
Der Abhöranalyst Osbourne Cox wird von seinem Arbeitgeber, dem CIA, wegen Alkoholproblemen gefeuert. Um sich zu beschäftigen, beginnt Osbourne Cox seine Memoiren zu schreiben. Die Daten zu den Memoiren geraten aber den Fitnesstrainern Linda Litzki und Chad Feldheimer in die Finger. Linda und Chad meinen brisantes Datenmaterial gefunden zu haben und erpressen Osbourne Cox.
Doch die Erpressung klappt nicht reibungslos. Im Film verfolgt jede Figur selbstsüchtig ihr eigenes Ziel. Die Fitnesstrainerin Linda Litzki zum Beispiel erpresst Osbourne Cox, weil sie Geld für Schönheitsopretationen braucht. Über eine Singlebörse im Internet lernt Linda Harry kennen. Was Linda nicht weiß: Harry hat ein Verhältnis mit der Frau von Osbourne Cox. Die Handlung von „Burn After Reading“ lebt von Zufällen und den übelsten Verstrickungen.
Der Film nimmt neben dem Schönheitswahn der Amerikaner, vor allem den Spionagewahn der USA aufs Korn. Burn After Reading ist ein Ensemblefilm und es gibt nicht den einen Protagonisten oder überzeichnete Charaktere wie in The Big Lebowski. Der Film ist mit vielen bekannten Schauspielern besetzt und die agieren gleichwertig nebeneinander. Wer heraussticht und für seine Darstellung auch die meisten Lacher erntet, ist Brad Pitt als hohler Fitnesstrainer Chad Feldheimer. Das mag aber auch daran liegen, dass Brad Pitt hier extrem von seinem Rollenklischee des Schönlings abweicht. Aber man kauft ihm seine Darstellung ab.
Fazit:
Burn After Reading ist kurzweiliges Kinovergnügen mit einer zynischen unterhaltsamen Story. Der Film mag nicht ganz so abgedreht sein wie andere Filme aus dem Hause Coen und deshalb wird es Burn After Reading auch nie in den Olymp der legendären Filme schaffen. Aber er macht Spaß und das Eintrittsgeld ist gut investiert.
Doch die Erpressung klappt nicht reibungslos. Im Film verfolgt jede Figur selbstsüchtig ihr eigenes Ziel. Die Fitnesstrainerin Linda Litzki zum Beispiel erpresst Osbourne Cox, weil sie Geld für Schönheitsopretationen braucht. Über eine Singlebörse im Internet lernt Linda Harry kennen. Was Linda nicht weiß: Harry hat ein Verhältnis mit der Frau von Osbourne Cox. Die Handlung von „Burn After Reading“ lebt von Zufällen und den übelsten Verstrickungen.
Der Film nimmt neben dem Schönheitswahn der Amerikaner, vor allem den Spionagewahn der USA aufs Korn. Burn After Reading ist ein Ensemblefilm und es gibt nicht den einen Protagonisten oder überzeichnete Charaktere wie in The Big Lebowski. Der Film ist mit vielen bekannten Schauspielern besetzt und die agieren gleichwertig nebeneinander. Wer heraussticht und für seine Darstellung auch die meisten Lacher erntet, ist Brad Pitt als hohler Fitnesstrainer Chad Feldheimer. Das mag aber auch daran liegen, dass Brad Pitt hier extrem von seinem Rollenklischee des Schönlings abweicht. Aber man kauft ihm seine Darstellung ab.
Fazit:
Burn After Reading ist kurzweiliges Kinovergnügen mit einer zynischen unterhaltsamen Story. Der Film mag nicht ganz so abgedreht sein wie andere Filme aus dem Hause Coen und deshalb wird es Burn After Reading auch nie in den Olymp der legendären Filme schaffen. Aber er macht Spaß und das Eintrittsgeld ist gut investiert.
Samstag, 4. Oktober 2008
Das Hochschulradio Aachen präsentiert euch gemeinsam mit dem Theater Aachen und RWTHextern das Theaterstück „Das Produkt“ von Mark Ravenhill

Eine junge, aufstrebende Geschäftsfrau, die ihren Mann bei den Terroranschlägen am 11. September verloren hat, verliebt sich ausgerechnet in einen Al-Qaida Kämpfer. Der perfekte Plot für einen neuen Hollywoodblockbuster, oder? Dieser Film wird euch aber nicht auf einer Leinwand gezeigt, sondern nur erzählt. Joey Zimmermann, Schauspieler des Theater Aachen, mimt den Produzenten James, der die Darstellerin Olivia (Julia Brettschneider) von seinem geilen Drehbuch überzeugen will.
Es ist keine längst „abgelutschte“ Geschichte über die verjährten Terroranschläge, sondern Mark Ravenhill schafft eine neue Sichtweise auf den Terror. Er sucht keine Gründe und auch keine Schuldigen, sondern versucht mit viel britischem schwarzen Humor eine Satire über die Traumfabrik Hollywood zu kreiieren.
Für die Regisseurin Daniela Neubauer ist es nichts neues, ein Stück für nur zwei Schauspieler auf die Bühne zu bringen. Sie arbeitet gerne mit wenigen Darstellern, da die Arbeit dadurch intensiver wird.
Das „Produkt“, das der Produzent James der Schauspielerin Olivia verkaufen will, ist haarsträubend: Als Amy im Flugzeug auf den dunkelhäutigen Mohammed trifft - im Sitz vor ihr sein Messer, im Gepäckfach über ihr sein Gebetsteppich - ist es um sie geschehen: sie nimmt ihn mit nach hause und die Ereignisse überschlagen sich. Selbst ein Besuch von Osama Bin Laden oder ein Treffen mit Mickey Mouse hält Amy nicht davon ab, um ihre Liebe zu kämpfen. Wird sie selbst zur Attentäterin?

Es ist keine längst „abgelutschte“ Geschichte über die verjährten Terroranschläge, sondern Mark Ravenhill schafft eine neue Sichtweise auf den Terror. Er sucht keine Gründe und auch keine Schuldigen, sondern versucht mit viel britischem schwarzen Humor eine Satire über die Traumfabrik Hollywood zu kreiieren.
Für die Regisseurin Daniela Neubauer ist es nichts neues, ein Stück für nur zwei Schauspieler auf die Bühne zu bringen. Sie arbeitet gerne mit wenigen Darstellern, da die Arbeit dadurch intensiver wird.
Das „Produkt“, das der Produzent James der Schauspielerin Olivia verkaufen will, ist haarsträubend: Als Amy im Flugzeug auf den dunkelhäutigen Mohammed trifft - im Sitz vor ihr sein Messer, im Gepäckfach über ihr sein Gebetsteppich - ist es um sie geschehen: sie nimmt ihn mit nach hause und die Ereignisse überschlagen sich. Selbst ein Besuch von Osama Bin Laden oder ein Treffen mit Mickey Mouse hält Amy nicht davon ab, um ihre Liebe zu kämpfen. Wird sie selbst zur Attentäterin?

Splatter jagt Romantik, Horror folgt auf Action, Hingebung, Sex, Gewalt und Trauer wechseln sich ab: Ravenhill ist bekannt für seine provokant makabere Art. Normalerweise kennen wir es ja aus dem Theater, dass viele Schauspieler in Kostümen vor einem tollen Bühnenbild stehen und wir sehen, was passiert und uns nur noch wie im Kino zurücklehnen müssen. In „Das Produkt“ haben wir allerdings die Aufgabe, die Bilder und Darsteller erst noch in unserem Kopf zu kreieren und den erzählten Film vor unseren Augen ablaufen zu lassen: Kopfkino! Jeder Zuschauer wird am Ende des Abends seinen eigenen Film gesehen haben.
Das Interessante ist, dass wir die ganze Zeit nicht wissen, ob das Drehbuch tatsächlich existiert oder James in seiner Situation mit Olivia einfach immer mehr dazu erfindet. „Das wird Preise regnen, Auszeichnungen“, träumt James, während sich Olivia auf dem Fensterbrett räkelt. Im Showbizz zählt halt nur die Ware.
Damit es komisch wird, muss der Hauptdarsteller Joey Zimmermann zeigen, was er kann. Schlussendlich soll es ein geiler und unterhaltender Abend werden und wenn das nicht der Fall ist, hat er etwas falsch gemacht. Auf der Premiere am 2. Oktober hat er alles richtig gemacht: ein begeistertes Publikum (auch der Rektor der RWTH war anwesend) belohnte die beiden Darsteller mit viel Applaus.
Seid das nächste Mal dabei, wenn der Darstellerin ein zerfetzter Kinderkopf um die Ohren fliegt und Amy und Mohammed mit bis zu 80% verbrannten Körpern den Orgasmus ihres Lebens im Swimming Pool erleben J „Das Produkt“ ist ein sehr witziges, aber auch nachdenklich stimmendes Stück über das, was uns das Hollywoodkino sonst auftischt. Eine amüsante und provozierende Mediensatire mit drastischem Vokabular - ein Plot, der auf der Kinoleinwand unmöglich umzusetzen wäre.
Wenn ihr wissen wollt wie die Story ausgeht, ob der Produzent James die Schauspielerin Olivia davon überzeugen kann, in seinem Film mitzuspielen, dann geht ins Messdach auf dem Hauptgebäude und genießt ein geiles Drehbuch zu einer Wahnsinnsaussicht mit umwerfenden Schauspielern.
Die nächsten Termine von „Das Produkt“:
09./14.10. und 14.11., jeweils 19:30 Uhr im Messdach des Hauptgebäudes (Templergraben 25).
Weitere Informationen:
http://www.theater-aachen.de/
http://www.extern.rwth-aachen.de/
Damit es komisch wird, muss der Hauptdarsteller Joey Zimmermann zeigen, was er kann. Schlussendlich soll es ein geiler und unterhaltender Abend werden und wenn das nicht der Fall ist, hat er etwas falsch gemacht. Auf der Premiere am 2. Oktober hat er alles richtig gemacht: ein begeistertes Publikum (auch der Rektor der RWTH war anwesend) belohnte die beiden Darsteller mit viel Applaus.
Seid das nächste Mal dabei, wenn der Darstellerin ein zerfetzter Kinderkopf um die Ohren fliegt und Amy und Mohammed mit bis zu 80% verbrannten Körpern den Orgasmus ihres Lebens im Swimming Pool erleben J „Das Produkt“ ist ein sehr witziges, aber auch nachdenklich stimmendes Stück über das, was uns das Hollywoodkino sonst auftischt. Eine amüsante und provozierende Mediensatire mit drastischem Vokabular - ein Plot, der auf der Kinoleinwand unmöglich umzusetzen wäre.
Wenn ihr wissen wollt wie die Story ausgeht, ob der Produzent James die Schauspielerin Olivia davon überzeugen kann, in seinem Film mitzuspielen, dann geht ins Messdach auf dem Hauptgebäude und genießt ein geiles Drehbuch zu einer Wahnsinnsaussicht mit umwerfenden Schauspielern.
Die nächsten Termine von „Das Produkt“:
09./14.10. und 14.11., jeweils 19:30 Uhr im Messdach des Hauptgebäudes (Templergraben 25).
Weitere Informationen:
http://www.theater-aachen.de/
http://www.extern.rwth-aachen.de/
Alle Fotos: Ludwig Koerfer.
Abonnieren
Posts (Atom)
